Das Wollschaf fragt heute: Wenn Du Dir online-Anleitungen herunterlädst (kostenlose oder kostenpflichtige Downloads), wie bewahrst Du sie auf? Druckst Du sie gleich aus und heftest sie ab? Oder belässt Du sie auf dem Computer oder einem Speichermedium wie Stick oder DVD? Druckst Du sie überhaupt jemals aus oder arbeitest Du vom Bildschirm? Welches sind für Dich persönlich jeweils die Vor- und Nachteile?
Alles, was mich auch nur im Entferntesten interessiert, wird zunächst auf dem Computer abgespeichert. Schön übersichtlich nach Themen geordnet. Und dann nochmals auf einem Stick gesichert. Doch ich habe festgestellt, dass ich in diese Ablage auf dem Computer äußerst selten hineinschaue und dass ich da völlig den Überblick verloren habe. Also drucke ich alles, wovon ich denke, dass ich es irgendwann nachstricken möchte, aus und hefte es ab. Vier Ordner sind das inzwischen. Und in die Ordner schaue ich regelmäßig, um mich anregen zu lassen. Ich finde es also viel praktischer, die wichtigen Dinge auf Papier zu haben.
Mittwoch, 19. Dezember 2012
Sonntag, 16. Dezember 2012
Saxony
So, nun kann ich sie Euch endlich vorstellen, meine neue Jacke. Ein halbes Jahr habe ich damit verbracht. Was vor allem daran lag, dass ich in den Sommermonaten nicht so oft daran stricken konnte wie gewünscht und daran, dass ich einmal das komplette Rückenteil und die Vorderteile neu stricken musste, weil sie doch etwas zu eng waren. Aber nun stellt mich das Endergebnis recht zufrieden und wie vorgenommen, habe ich alles noch vor Weihnachten fertig bekommen.
Das Projekt ist eine Synthese aus verschiedenen Elementen. Die Idee zu dieser Aranjacke entstand, als ich die Harwood von Granny Smith sah. Genau so eine Jacke wollte ich auch haben, aber mit dem von mir so geliebten “Saxony”-Zopf, den ich aus dem Buch “A Fine Fleece” von Lisa Lloyd entnommen habe. Alles andere basiert auf eigenen Ideen und Berechnungen, und ich habe viel gerechnet! Taillierung, Armausschnitte, Armkugeln, Knopflöcher…
Richtig Mühe habe ich mir diesmal beim Zusammennähen der Teile gegeben. Ich habe zum ersten Mal den Matratzenstich probiert. Das ging erstaunlich gut und sieht auch besser aus, so werde ich jetzt immer verfahren.
Die Wolle ist wieder vom Finkhof, und zwar die hellgraue dünne Merinowolle. Davon habe ich fast 500 Gramm verbraucht. Vor dem Waschen schien mir das Maschenbild etwas ungleichmäßig, vor allem bei den glatt rechts gestrickten Abschnitten. Aber nach dem Waschen ist alles schön glatt geworden und die Wolle auch sehr weich und anschmiegsam.
Hier gehts zu Ravelry.
Freitag, 14. Dezember 2012
Weihnachtsbäckerei
Dieses Jahr habe ich zum ersten Mal so richtig viel gebacken. Ich wollte ein paar Rezepte aus einer schon sehr alten "Freundin" ausprobieren und dies kam dabei heraus: 6 verschiedene Sorten von Weihnachtsgebäck. Das wären: Aachener Printen, Spekulatius, Engelsaugen, Florentiner, Schokomakronen und Thüringer Ringelchen. Gewiss ist das Ergebnis nicht perfekt, aber durchaus essbar. Und nächstes Jahr wird wieder Stollen gebacken, das Leckerste zu Weihnachten überhaupt und dementsprechend aufwändig. Ich wünsche Euch allen einen schönen 3. Advent!
Montag, 10. Dezember 2012
Lesen & Stricken
Das lese ich zur Zeit: eine Sammlung von Texten Albert Schweitzers über sein Leben. Und das stricke ich derzeit: die Latvian-Socks von Nancy Bush aus dem Buch "Folk Socks". Das Stricken des leicht zu merkenden Lacemusters ist so ein Genuss, dass ich am liebsten nur noch Lacemustersocken stricken möchte... Und von Albert Schweitzer konnte ich mich noch nicht verabschieden, nachdem ich zwei Bücher über ihn gelesen habe. Zu groß ist der Eindruck, den er hinterlassen hat. Ich finde es bemerkenswert, wie er zu dem Entschluss kam, ab seinem 30. Lebensjahr all das aufzugeben, worin er bis dahin erfolgreich war: das Schreiben, das Lehren und Predigen und das Orgelspiel. Stattdessen wollte er ganz praktisch Menschen helfen und so begann er er ein Medizinstudium, um anschließend als Arzt nach Afrika zu gehen und für die Elendsten da zu sein. Zum Glück aber fügte es sich so, dass er all das, was er opfern wollte, doch noch während vieler Aufenthalte in Europa tun konnte und dass er dem geistigen Leben nicht ganz verloren ging.
Sonntag, 9. Dezember 2012
2. Advent
Dienstag, 4. Dezember 2012
Die verstrickte Dienstagsfrage
Diesmal möchte ich auch wieder die Frage vom Wollschaf beantworten:
Ist es Dir schon mal passiert, dass Du ein Teil fertig hattest und dann beim besten Willen nicht wusstest, was Du als nächstes anschlagen solltest? Das kann einem ja passieren, weil einem wirklich nichts einfällt, oder auch, weil man zu viele Ideen in der "Warteschlange" hat. Wie bist Du dann vorgegangen, um Dein nächstes Projekt zu bestimmen?
Die Vorstellung, dass nach einem beendeten Projekt eine kreative Lücke entsteht, die finde ich ganz grauenvoll. Das kann mich durchaus zur Verzweiflung bringen. Um dem vorzubeugen, bin ich eigentlich ständig am Planen und Überlegen, was ich als nächstes anschlagen könnte, auch wenn die angefangene Arbeit sich noch lange nicht dem Ende nähert. Meistens habe ich da so eine Handvoll Ideen, die in die engere Auswahl kommen, abgesehen von einer recht langen Schlange an möglichen Projekten. Je mehr Möglichkeiten, desto ruhiger kann ich arbeiten und die Freude auf Kommendes ist ungetrübt.
Ist es Dir schon mal passiert, dass Du ein Teil fertig hattest und dann beim besten Willen nicht wusstest, was Du als nächstes anschlagen solltest? Das kann einem ja passieren, weil einem wirklich nichts einfällt, oder auch, weil man zu viele Ideen in der "Warteschlange" hat. Wie bist Du dann vorgegangen, um Dein nächstes Projekt zu bestimmen?
Die Vorstellung, dass nach einem beendeten Projekt eine kreative Lücke entsteht, die finde ich ganz grauenvoll. Das kann mich durchaus zur Verzweiflung bringen. Um dem vorzubeugen, bin ich eigentlich ständig am Planen und Überlegen, was ich als nächstes anschlagen könnte, auch wenn die angefangene Arbeit sich noch lange nicht dem Ende nähert. Meistens habe ich da so eine Handvoll Ideen, die in die engere Auswahl kommen, abgesehen von einer recht langen Schlange an möglichen Projekten. Je mehr Möglichkeiten, desto ruhiger kann ich arbeiten und die Freude auf Kommendes ist ungetrübt.
Sonntag, 2. Dezember 2012
Winterzauber
So sieht es bei uns im Vogtland derzeit aus. Ich wünsche allen meinen Leserinnen einen wunderschönen, gemütlichen 1. Advent!
Die einfachen Dinge...
Ich habe mich für die Herzchenferse entschieden, die ich neben der Käppchenferse lieber stricke als die Bumerangferse, weil man da die doppelten Maschen immer so fest anziehen muss. Ich denke, das werden meine neuen Bettsocken...
Samstag, 1. Dezember 2012
Neues vom Finkhof
Mir ist jetzt erst aufgefallen, dass alle drei Pullover, die ich in der letzten Zeit fertig gestellt habe, aus Finkhofwolle sind. Das ist sicher ein Hinweis darauf, wie gerne ich diese Wolle verstricke. Auch meine Saxony-Jacke ist aus Finkhofwolle und das nächste größere Projekt - ein Zopfmusterpulli - ebenso. Und damit mir der Vorrat nicht ausgeht, habe ich gleich mal ein paar Stränge dünne Merinowolle beim Finkhof bestellt. Die Farbe ist neu im Programm, sie nennt sich Graubraun, ist aber in Wahrheit ein wunderschönes kräftiges, etwas dunkleres Braun. Genau das, was ich gesucht habe. Natürlich ungefärbt, aus ökologischer Erzeugung, locker versponnen und wie immer mit leicht handgesponnenem Charakter. Inzwischen kosten 100 Gramm davon 4 Euro. Was aber immer noch im Vergleich recht günstig ist. Ich liebe diese Wolle!
Mal schauen, vielleicht stricke ich Two Hearts aus dem Buch "A fine Fleece" von Lisa Lloyd daraus.
Freitag, 23. November 2012
Kim Hargreaves: Enchanted
Ich habe mir wieder einmal ein neues Heft von Kim Hargreaves gegönnt. Das letzte, Quirky, fand ich nicht so gelungen, aber dieses ist wieder einmal einfach nur traumhaft! Auch wenn man vieles sieht, dass so ähnlich in vorherigen Magazinen schon vorkam, finde ich, dass Kim Hargreaves immer besser wird. Mir gefällt diesmal fast alles, mit Ausnahme der Sachen, die mit superdicker Wolle gestrickt sind. Besonders schön ist diese Wickeljacke. So eine wollte ich schon immer haben.
Den Inhalt könnt Ihr bei Wolle & Design sehen. Dort kann man das Heft inclusive deutscher Übersetzung auch kaufen für 29,50 Euro plus Versand. Ich habe mein Exemplar ohne Übersetzung für 22,99 Euro bei Amazon bestellt.
Mittwoch, 14. November 2012
Wichtelsocken
So, das ist nun das letzte Paar Socken für Weihnachten! Rechtzeitig fertig geworden. Jetzt kann ich etwas entspannter an die nächsten Projekte gehen. Von der Wolle (Lana Grossa Meilenweit) habe ich irgendwann einmal einen viel zu großen Vorrat angelegt. Sie war für ein Tuch bestimmt, hat mir aber dann doch nicht so gut gefallen. Jetzt werden eben Socken daraus.
Ich wollte bei diesen Socken, dass sie einen maschinengefertigten Charakter erhalten. Deswegen habe ich mit sehr dünnen Nadeln gestrickt (Stärke 2), um ein schönes gleichmäßiges Maschenbild zu erhalten. Der Vorteil des Schaftes aus einer Masche rechts, einer Masche links ist, dass er sehr dehnbar ist, viel dehnbarer als bei zwei Maschen rechts und links. Weil mir die Socken so gut gefallen in ihrer Schlichtheit und Funktionalität, habe ich auch gleich ein weiteres Paar für mich in Braun angeschlagen.
Montag, 12. November 2012
Saxony
Derzeit stricke ich fleißig an dieser Jacke, die ich selbst entworfen habe. Wie man sieht, fehlt nur noch ein Ärmel und die Teile müssen noch zusammengenäht werden. Ich habe mir vorgenommen, alles bis Weihnachten fertig zu stellen. Das müsste doch zu schaffen sein!
Wintertide
Immer noch auf der Suche nach Mustern für meine Rowan Purelife-Wolle, habe ich mir das neue Rowan-Heft "Wintertide" gekauft. Hauptsächlich wegen dieses wundervollen Guernseys:
Dass es ein Männerpullover ist, stört mich nicht. Ich finde, auch eine Frau kann einen Guernsey gut tragen. Ein lässiger Wohlfühlpullover zur Jeans... Es gibt darin auch noch zwei Aranpullover für Frauen, die mir als Anregung dienen könnten. Ansonsten finde ich den Rest zum Teil recht einfallslos. Der Designer aller Modelle ist Martin Storey, der mich bei seinen Veröffentlichungen immer schwanken lässt zwischen Begeisterung und leiser Enttäuschung.
Den Inhalt des Heftes könnt Ihr bei Wolle & Design sehen.
Sonntag, 4. November 2012
Kleine Philosophie der Passionen
Das Sockenstricken würde ich inzwischen schon als eine Passion bezeichnen. Das Buch übers Kino - eine weitere meiner Passionen - ist von Willi Winkler, einem Autor, den ich sehr gerne lese, weil er Witz mit Intelligenz verbindet. Dazu die Weihnachtssocken für meinen Vater, diesmal mit einem 1 M re/1 M li Rippenbündchen und glattem Fuß und mit sehr dünnen Nadeln gestrickt, was den Wert dieser Arbeit steigert, weil es nur im Schneckentempo vorangeht.
Freitag, 2. November 2012
Bücher des Monats
Beim Lesen geht es mir wie beim Stricken: ich habe immer mehrere Projekte auf den Nadeln, idealerweise drei. Und Bücher lese ich auch mehrere gleichzeitig, je nach Laune. Außerdem mag ich es gar nicht, wenn nicht ein gewisser Vorrat an Lektüre vorhanden ist, so dass ich frei wählen kann. Ebenso plane ich im Geiste schon die nächsten Strickprojekte, so dass nie Leerlauf entsteht. Es gibt also gewisse Parallelen zwischen meinen beiden Hobbys.
Und dies sind die Bücher, die ich mir für den November vorgenommen habe:
- Erich Fromm: Haben oder Sein (eine schonungslose Abrechnung mit unserer westlichen Industriegesellschaft)
-Umberto Eco: Die Kunst des Bücherliebens (vor Jahren schon einmal gelesen aber alles längst wieder vergessen)
Meister Eckhart: Deutsche Predigten und Traktate (mich fasziniert die mittelalterliche Philosophie)
- Albert Schweitzer: Aus meinem Leben und Denken (er lebte seine Ethik selbst am besten vor)
Abonnieren
Posts (Atom)














