Dienstag, 19. August 2014

Debbie Bliss - Traditional Knitting from the Scottish and Irish Isles



Wieder einmal hat ein wunderbares Buch mit traditioneller Strickkunst den Weg aus England zu mir gefunden. Diesmal ist das Exemplar auch gepflegter und riecht nicht so stark muffig wie das letzte, obwohl es auch schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Es wurde 1991 verlegt und war nur noch gebraucht zu haben. Ich freue mich riesig über dieses Schnäppchen, denn der Inhalt kann sich sehen lassen und ist auch heute noch aktuell.

Wie der Titel schon andeutet, handelt es sich um ein Buch, das seine Anregungen von den britischen und irischen Inseln bezieht. Debbie Bliss hat sich dort inspirieren lassen und sehr schöne Modelle zusammengetragen. Nach einer kurzen Einführung über die Tradition und Herkunft der Stücke beschäftigt sich der erste Teil des Werkes mit Fair Isle. Da ist mir dieses ganz besondere, farblich so harmonisch aufeinander abgestimmte Ensemble aufgefallen. Schaut Euch mal das Model an, ist das nicht toll, dass auch mal ältere Menschen zum Zuge kommen?


Und weiter geht es im Buch mit Ganseys, die auch recht nett sind, obwohl ich da etwas verwöhnt bin durch all die anderen Bücher zu dem Thema. Die Schnitte sind sehr geräumig und die Musterung der Pullover oft etwas zu intensiv für meinen Geschmack. Doch dann folgen meine Lieblinge, die Arans. Und auch hier darf ein älterer Herr Modell stehen:


Ein Pullover hat mir auf Anhieb so gut gefallen, dass er auf meiner To-do-Liste ganz vorne einen Platz bekommt. Es ist dieser Lace-Aran-Sweater. Das Muster besteht aus Lochmuster-Fächern und Zöpfen. Wunderschön! Durch Winterbloom bin ich nun auf den Geschmack solcher Musterkombinationen gekommen.

 
Von dem Buch gibt es bei Amazon noch einige sehr günstige gebrauchte Exemplare, falls jemand es auch erwerben möchte. Es lohnt sich wirklich!

Sonntag, 17. August 2014

Fortschritte Winterbloom



Derzeit gibt es nichts Fertiges zu sehen, deswegen noch ein Foto von meinem Winterbloom-Sweater, der nun seinen Rollkragen erhalten hat. Es war gar nicht so einfach, den Kragen zu stricken und er hat mich mehr Zeit und Geduld gekostet, als ich erwartet habe. Ich wollte es ganz klug machen und versuchte zunächst den Anweisungen der Anleitung zu folgen. Dort wird der Rollkragen flach gestrickt statt in Runden und soll später zusammengenäht werden. Doch schon bald merkte ich, dass auf diese Weise das Muster unterbrochen wurde. Also geribbelt und noch mal neu begonnen, in Runden diesmal, wie gewohnt. Es ist mir sogar gelungen, das Muster genau mittig auszurichten. Doch dann tauchte ein weiteres Problem auf: die Abnahmekante rollte sich unschön nach außen, als ich alle Maschen abgekettet hatte. Bei den Modellfotos in The Knitter hatte man das geschickt kaschiert, indem der Rand nochmals nach innen umgeschlagen wurde. Das fand ich aber nicht schön. Schließlich habe ich es so gelöst, dass ich die letzte Runde, in der Maschen abgenommen werden, links statt rechts strickte und auch bei der Abkettrunde linke Maschen verwendete. Sieht zwar nicht so hübsch aus, aber jetzt rollt sich nichts mehr nach außen. Absolut zufrieden bin ich diesmal übrigens mit Weite und Länge des Sweaters. Er passt perfekt! Und jetzt kommen noch die Ärmel dran, dann ist ein absolutes Lieblingsteil fertig!

Sonntag, 10. August 2014

Wendelstein Schafwolle


Heute möchte ich Euch gerne meinen neuesten Wollkauf für den geplanten Gansey zeigen. Die Wolle stammt von der Schafwollspinnerei Höfer aus Bayern. Das Musterheftchen begleitet mich schon viele Jahre und endlich hat die Wolle ihre Bestimmung gefunden. Daraus entsteht der Wierum 3 Gansey aus Stella Ruhes Dutch Traditional Ganseys.


 
Auf dem Foto ist die Wolle gut getroffen. Es ist ein dunkles kräftiges Marineblau. Die Farbnummer ist die 25, das Garn ist zweifädig versponnen und hat eine Lauflänge von ca. 220 Metern pro 100 Gramm. Es ist etwas dicker als erwartet -so wird es eben ein sehr kuschliger Sweater! Die Wolle fasst sich trocken und fluffig an. Ich habe sie mit Nadel 3,27 schon einmal zu einer Maschenprobe verstrickt. Man kommt sehr schnell voran, aber es ist auch etwas mühsam, weil die Wolle leicht störrisch ist und sich nur mit erhöhtem Kraftaufwand verstricken lässt. Dafür ist das Ergebnis wirklich wunderbar, weich und griffig zugleich, und ich gebe Frau Höfer vollkommen Recht, die mir am Telefon vorhersagte, dass ich von der Wolle nicht enttäuscht sein werde.
 

Freitag, 8. August 2014

Zwei auf einen Streich



Mitte der Woche sind die neuen Ausgaben der Rebecca und The Knitter in den Handel gekommen und ich habe mich gleich frühmorgens auf den Weg gemacht, um meine beiden Lieblingszeitschriften zu kaufen, ehe jemand schneller ist als ich.

Die Rebecca finde ich diesmal sogar besser als The Knitter. Darin gefallen mir vor allem die Oberteile aus hauchfeinen rosa und cremefarbenen Kuschelgarnen, passend zum ausklingenden Sommer. The Knitter dagegen ist schon ganz auf den Herbst eingestellt. Dort mag ich das Titelmodell von Sarah Hatton am liebsten.

Anneli hat neulich in ihrem Blog danach gefragt, worauf Leserinnen bei einer Strickzeitschrift besonderen Wert legen. Für mich sind zuallererst die Fotos wichtig. Darauf sollte das Modell gut erkennbar sein, am besten sollte es eine ganze Seite einnehmen, damit Details deutlich sichtbar sind. Gut wären auch Rück- oder Seitenansichten, so wie das in The Knitter oft gemacht wird. Und wichtig sind mir persönlich Charts, sonst werde ich schnell abgeschreckt, wenn ich nach Worten stricken soll. Dann eine Schnittzeichnung mit Maßangaben in verschiedenen Größen, möglichst detailliert, also auch mit Halsauschnitttiefe, Ärmellänge usw. Da wiederum ist die Rebecca vorbildlich. Ob die Anleitung direkt neben den Fotos oder im hinteren Teil versteckt ist, ist mir egal. Hauptsache, sie ist fehlerfrei und gut verständlich.

Einen Einblick in die Rebecca findet Ihr hier. Und The Knitter gibt es hier zu kaufen.

Mittwoch, 6. August 2014

Pasha

 

Ein schnelles Projekt für zwischendurch, das viel Spaß gemacht hat und nach drei Tagen schon wieder fertig war. Das Design ist von Jane Richmond und nachdem ich die Anleitung gekauft hatte, wollte ich nicht wieder Zeit verstreichen lassen, ehe ich sie umsetze, sondern habe stattdessen mutig zu den Nadeln gegriffen und drauflosgestrickt. Aber zuvor musste eine andere, von mir vor einiger Zeit gestrickte Mütze Federn lassen. Sie wurde gnadenlos geribbelt, einfach weil ich sie häßlich fand. Es war Bram nach Kim Hargreaves. So konnte ich die Alpaca Fino von Pascuali nochmals verwenden und diesmal bin ich absolut zufrieden. Auch wenn die Härchen der Wolle das Lace-Muster etwas undeutlich erscheinen lassen, das stört mich nicht.

Sonntag, 3. August 2014

Gedankenspiele



Obwohl ich immer noch fleißig an Winterbloom stricke, sind meine Gedanken oft schon beim nächsten Projekt. Nach langen Jahren des Zögerns will ich nun endlich einen Gansey für mich beginnen. Ich besitze einige Bücher zu diesem Thema, habe die auch immer wieder durchgeblättert, ohne mich aufraffen zu können, eines der Modelle umzusetzen. Es fehlte einfach der letzte inspirierende Funke. Der ist nun übergesprungen, seitdem ich das Buch "Dutch Traditional Ganseys" von Stella Ruhe mein Eigen nenne. Darin sind so viele schöne Muster, dass ich mich erst mal gar nicht für eines entscheiden konnte. So habe ich aus Wollresten - es ist die Karisma von Drops - ein paar Maschenproben gestrickt, um zu sehen, wie die Muster wirken.


Den Helder Gansey (S.55)


Middelharnis Gansey (S.91)


Wierum 3 Gansey (S.123)

Wahrscheinlich wähle ich das letzte Muster. Eine Wolle dafür habe ich auch entdeckt. Eigentlich wollte ich am Telefon nur ein etwas längeres Probefädchen bestellen, doch die Dame am anderen Ende hat mich letztendlich dazu gebracht, ein ganzes Kilo dunkelblauer Schurwolle zu ordern. Ich war etwas überrumpelt und inzwischen ist das Paket auch eingetroffen. Näheres dazu, wenn ich die Wolle angestrickt habe. 

Samstag, 2. August 2014

Elsebeth Lavold - Viking Knits & Ancient Ornaments



Da ich verzopfte Muster sehr liebe, konnte ich bei diesem neuen Buch von Elsebeth Lavold natürlich nicht widerstehen. Ich besitze schon "Stricken mit Wikingermustern" und bin seit Jahren begeistert von diesem Buch, auch wenn ich es noch nicht geschafft habe, etwas daraus nachzuarbeiten.

Tina hat "Viking Knits" schon in ihrem Blog vorgestellt und auch ein paar der darin enthaltenen Modelle gezeigt. Im Gegensatz zu ihr bin ich von den Modellen ziemlich enttäuscht. Da ist das erste Buch weitaus besser. In "Viking Knits" erscheinen mir die Sachen etwas zu simpel, manchmal altbacken und einfallslos. Nur das Titelmodell überzeugt mich wirklich. In "Stricken mit Wikingermustern" dagegen sind die Teile wirklich inspiriert und oft einfach traumhaft. Leider ist letzteres nur noch antiquarisch zu haben.


Doch was ich wirklich einzigartig finde, sind die ornamentalen Muster, die Elsebeth Lavold von Steinen, Zeichnungen oder Gebäuden in Maschen übersetzt. Sie zeigt alle Motive, wie sie gestrickt aussehen, mit Chart versehen und oft durch Zeichnungen oder Abbildungen des Originals ergänzt. Hier sind einige davon, die mir besonders gut gefallen und die man am besten in eigene Entwürfe einfügt:




Ich kann jedem, der außergewöhnliche Muster sammelt, nur zum Kauf des Buches raten. Und jenen, die sich zutrauen, aus diesem Schatz eigene Modelle zu entwerfen.

Freitag, 1. August 2014

Hedwig

 

Zur Abwechslung mal etwas Gehäkeltes. Da ich das nicht gut kann bzw. keine Lust habe, mich in die Materie einzuarbeiten, habe ich diese Eule bei meiner Mutter in Auftrag gegeben. Die Wolle für den Körper ist vom Finkhof, die graue Merino, der Rest sind Sockenwollüberbleibsel. Ich finde sie total süß und sie hat einen Ehrenplatz auf meiner Kommode und schaut mich von dort aus fragend an. Ich muss innerlich immer lachen, wenn ich hinschaue, weil sie so unbeholfen wirkt. Die Eule ist übrigens aus diesem Heft:

 
Kaufen könnt Ihr es hier. Es sind auch noch viele andere schöne Ideen enthalten.

Sonntag, 13. Juli 2014

Gwyn Morgan: Traditional Knitting in the British Isles

 

Dies ist das letzte der Bücher, die ich Euch vorstellen wollte. Gebraucht gekauft über Amazon Marketplace und von England aus versandt. Leider wurde es stiefmütterlich behandelt. Es hat innen leichte Schimmelflecken und riecht muffig, so als hätte es auf einem feuchten Speicher jahrelang achtlos sein Dasein gefristet. Nun hat es den Weg zu mir gefunden und wird mit Respekt behandelt, denn es ist ein schönes Buch.


Erschienen ist es im Jahre 1981 und es enthält traditionelle Strickkunst dreier Traditionen, neu interpretiert: Fair Isle, Arans und Ganseys. Es dominieren Westen, Jacken und Sweater in Fair Isle-Technik, was mich nicht so sehr interessiert. Nur dieser blau-weiße Pullover auf dem Bild oben gefällt mir sehr gut. Den Rest des Buches teilen sich Ganseys und Arans. Neben den wenigen Ganseys, die zeitlos schön sind, wirken die Aran-Modelle doch etwas altbacken und wenig inspiriert. Eine Ausnahme bildet diese Strickjacke:

  
 Dennoch bereue ich den Kauf nicht, einfach weil es ein schönes Buch zum Blättern ist, ein Buch für Liebhaber, und weil es einen Versuch darstellt, Stricktradition zu bewahren, was meinen Respekt verdient. 

Samstag, 12. Juli 2014

Teksrena



Dies muss ich Euch noch zeigen: neulich erreichte mich ein Päckchen aus Litauen. Darin diese schöne Wolle, die ich auch gleich anstricken musste, um Qualität und Beschaffenheit zu prüfen. Aufmerksam bin ich auf die Teksrena durch Frau Wollball geworden, die sie entdeckt, gelobt und diesen tollen Sweater daraus gezaubert hat. Meine Wahl fiel zunächst auf ein sanftes Rosa - derzeit habe ich wohl eine rosane Phase! Die anderen Farben der Teksrena sind sehr intensiv, viel zu farbig für meinen Geschmack. Aber dieses Rosa ist wirklich genauso, wie ich es mir gewünscht habe!

Die Wolle hat eine Lauflänge von 350 Metern/100 Gramm. Bestellt habe ich 700 Gramm. Mit Nadelstärke 3 habe ich das beste Ergebnis erzielt. Das Garn ist alles andere als weich, vielmehr fest und rauh. Man kann das sogar auf dem Foto erkennen. Es erinnert mich etwas an Holst Supersoft Uld.


Ich habe verschiedene Gansey-Muster probiert, doch die kamen mit dem Garn nicht wie gewünscht zur Geltung. Und glatt rechts ist das Maschenbild etwas ungleichmäßig, das kommt also auch nicht in Frage. Dann versuchte ich es mit meinem geliebten Lebensbaummuster, aus dem ich ja so viele Kissen gestrickt habe. Und hier hat das Garn seine Bestimmung gefunden. Ich denke, ich werde dieses Muster verwenden und einen Sweater oder einen Cardigan daraus stricken. Das war sowieso mein Wunsch, noch ein solches Oberteil zu besitzen!

Kaufen könnt Ihr das Garn hier. Es ist unschlagbar günstig - 3 Euro für 100 Gramm. Nur der Versand ist nicht ganz billig.

Dienstag, 8. Juli 2014

Rita Weiss: 50 Fabulous Knit Aran Stitches


 
Wie versprochen, heute nun ein kleiner Einblick in eine meiner Neuerwerbungen. Es handelt sich um ein schlichtes, dünnes aber sehr schönes Heftchen mit ausgewählten Aranmustern. Zwar finden sich viele der Muster auch in anderen Büchern, aber diese hier sind mit so viel Liebe zusammengetragen und mit so dezenten Garnen gestrickt, dass es eine gute Inspirationsquelle ist. 


Es dominieren die Farben Beige, Grau und Braun, was dem Auge sehr schmeichelt und Lust aufs Nachstricken macht. Auch hier fehlen wieder die Charts, nach denen ich lieber stricke als nach Worten. Aber die Anleitungen sind immerhin sehr übersichtlich und lassen sich leicht in selbstgemachte Grafiken übersetzen.

 
Wer noch gar kein Aranmusterbuch besitzt und diese Art von Strickerei liebt, dem kann ich das Heft nur empfehlen. In dieser Reihe gibt es auch noch ein Heft mit Lacemustern von der Autorin und mit Grundmustern. Für mich sind auch diese beiden Hefte eine Überlegung wert.

Freitag, 4. Juli 2014

Stella Ruhe: Dutch Traditional Ganseys



Dieses Buch hat Tina in ihrem Blog neulich vorgestellt, deswegen kann ich mich kurz fassen. Das Buch über holländische Fischerpullover, die den englischen sehr ähnlich sind, ist derzeit mein liebstes. Ich schmökere fast täglich darin und finde kein Ende, denn es enthält 40 verschiedene Ganseys, ist gespickt mit Informationen um ihre Herkunft und ich habe inzwischen fast zehn Modelle gefunden, die ich nachstricken würde.


Deswegen widerspreche ich Tina einfach mal: ich finde dieses Buch besser als alle anderen, die ich über Ganseys besitze und die Modelle reizvoller als die englischen, die sich zudem immer wiederholen. Auch wenn man sich die Anleitungen selbst zusammenbasteln muss. Es sind nämlich nirgends komplette Anweisungen für ein Modell enthalten. Zu Beginn wird die Vorgehensweise erklärt und die einzelnen Modelle muss man sich nach dem Baukastenprinzip dann selbst erarbeiten.

Zu den Mustern: sie sind dezent, selten wild gemustert, eher zurückhaltend und moderner. Auch die Garne, die in dem Buch verwendet wurden, sind nicht immer typische Ganseygarne, sondern zum Beispiel Merinogarne, Merinomischungen, Lopiwolle, meist in dunklen Blautönen.

Wer sich für Fischerpullover interessiert, der sollte sich das Buch unbedingt kaufen, denn es ist wirklich eine Bereicherung! Und mein nächstes Projekt wird ein Gansey aus diesem Buch. Derzeit suche ich allerdings noch nach passender Wolle.

Donnerstag, 3. Juli 2014

Rowan - Angora Haze Collection

Zur Zeit überwältigt mich eine Flut neuer Strickliteratur und ich ersticke förmlich in Ideen für künftige Projekte. Überall schwirren kleine Zettelchen herum, auf denen ich notiere, welches Garn für welches Projekt eventuell in Frage käme, um etwas Ordnung ins Chaos zu bringen.

So möchte ich Euch kurz noch ein eben erworbenes Rowan-Heft zeigen: die "Angora Haze Collection" mit 14 Modellen von Martin Storey - wieder einmal.


Aufmerksam bin ich auf dieses Magazin durch Frau Fadengold geworden, die daraus gerade Marylin strickt. Siehe hier und hier. Zöpfe und graue Wolle, das springt mich natürlich förmlich an!


Es sind aber auch noch andere sehr zarte, feminine Modelle mit dem Charme der 40er und 50er Jahre enthalten, die mich in erster Linie inspirieren, es doch einmal mit feineren Garnen und filigranen Mustern zu versuchen. Den Inhalt könnt Ihr hier wieder sehen.

Samstag, 28. Juni 2014

Zwischenstand

 

Damit es nicht allzu bücherlastig wird, hier ein Foto von meinem Winterbloom-Sweater, dessen Rückenteil nun fertig ist. Auch diesmal bringt mich die Anleitung zur Verzweiflung - zu wenig konkrete und ausführliche Anweisungen, zu viele Zahlen. Deshalb habe ich meine eigenen Berechnungen angestellt und werfe nur einen vergleichenden Blick auf das, was Martin Storey vorgibt. Bisher sieht alles recht vielversprechend aus und nun hoffe ich, dass ich den Sweater auch glücklich beenden werde.

Verbraucht habe ich für das Rückenteil etwas mehr als 4 Knäuel. Den Fadenwechsel bei jedem neuen Knäuel habe ich am Rand vorgenommen. Bis vor kurzem noch knotete ich die Fäden auf der Rückseite einfach zusammen und dachte mir: das sieht man ja nicht. Doch das finde ich inzwischen sehr unschön. Deswegen werde ich die Fäden nach dem Zusammennähen der Teile am Rand innen unsichtbar vernähen.

Debbie Bliss & Fiona McTague: Country Knits

 

Hier kommt nun wie versprochen das erste der Bücher, das mich aus den USA erreichte, bestellt über Amazon Marketplace. Der Zustand allerdings lässt zu wünschen übrig: es gibt einen großen Knick auf der Rückseite und das Buch riecht stark nach Zigarettenrauch. Das alles trübt die Freude jedoch nur wenig, denn der Inhalt des Buches ist wirklich wunderbar! Es stammt aus dem Jahr 1990 und besitzt auch den Charme der 90er Jahre. Es war ein etwas anderer Modegeschmack mit verspielten Mustern und geräumigen Schnitten.



Die Autorinnen schreiben in ihrem Vorwort, dass sie einen frischen und zeitgemäßen Blick auf traditionelle Strickkunst werfen wollen. So sind hier neben einigen Ganseys und Arans vor allem an Fair Isle angelehnte Modelle zu finden, oft mit floralen Motiven, die man heute wohl nicht mehr tragen würde. Doch die Arans und Ganseys sind zeitlos und man kann sie gut mit einigen Anpassungen heute noch nachstricken. Die schönsten habe ich einmal fotografiert.


Leider wird jedoch auf Charts und Schnittzeichnungen verzichtet. Alles ist ausgeschrieben und es bereitet doch erhebliche Mühe die Anleitung nachzuvollziehen, vor allem wenn viel Muster vorkommt.

 
 
Insgesamt aber ein schönes, warmes und Behaglichkeit ausstrahlendes Buch. Wer es schon besitzt, sollte sich wie ich daran erfreuen!