Das neugierige Wollschaf möchte diese Woche wissen: Manche Sachen beginnt man mit Enthusiasmus und beendet sie dann unwillig oder gar nicht, aber es gibt Modelle, da bedauert man geradezu, wenn sie fertiggestrickt sind. Es geht mir in meiner Frage um den Prozess des Strickens und nicht um das fertige Stück. Welches war das absolute Lieblingsprojekt, das ihr gestrickt habt? Was hat es dazu gemacht (Garn, Muster, Schnitt ...)? Habt ihr dann noch ein weiteres Modell gleicher Art gefertigt? Gibt es auch ein Hass-Objekt?
Meine Lieblingsprojekte sind immer noch Aran-Pullover (auch wenn zur Zeit daran mehr geribbelt als genadelt wird). Es macht einfach Spaß aus dem Nichts ein Stück mit schönen Mustern zu entwerfen und dann auch noch umzusetzen. Dabei habe ich noch nie ein Teil zweimal gestrickt, weil es ja so unendlich viele Kombinationsmöglichkeiten der Muster gibt. Zum Hassobjekt kann so ein aufwändiges Projekt auch mal mutieren, nämlich dann, wenn etwas nicht so wird, wie man es sich vorgestellt hat.
Wassilissa hat mich in ihrem Beitrag darauf gebracht, warum es Spaß macht, an etwas Schwierigerem zu arbeiten: weil man völlig darin aufgeht und alles um sich herum vergisst. Da ist Stricken dann reines Glück.
Dienstag, 9. Februar 2010
Dienstag, 26. Januar 2010
Die verstrickte Dienstagsfrage 04/2010
Das Wollschaf fragt diese Woche: Gibt es ein Projekt, dass Ihr seit längerem (Monate? Jahre? Jahrzehnte?) stricken wollt, an das Ihr Euch aber bisher nicht drangemacht habt? Wenn ja, warum nicht?
Ja, das gibt es in der Tat, abgesehen von diversen Pullovern, die noch darauf warten gestrickt zu werden: einen schwarzen Poncho mit Aran-Muster aus dem Denim Heft 160 (Winter 2007) von Lang Yarns. Ich weiß nur nicht, ob ich mutig genug sein werde, so einen Poncho auch zu tragen. Darum habe ich noch keine Wolle dafür gekauft und noch nicht damit angefangen. Aber jetzt, wo ich daran erinnert werde, reizt mich der Gedanke schon...
Ja, das gibt es in der Tat, abgesehen von diversen Pullovern, die noch darauf warten gestrickt zu werden: einen schwarzen Poncho mit Aran-Muster aus dem Denim Heft 160 (Winter 2007) von Lang Yarns. Ich weiß nur nicht, ob ich mutig genug sein werde, so einen Poncho auch zu tragen. Darum habe ich noch keine Wolle dafür gekauft und noch nicht damit angefangen. Aber jetzt, wo ich daran erinnert werde, reizt mich der Gedanke schon...
Sonntag, 24. Januar 2010
Nicht nur für Männerfüße
Diese Strümpfe sollten etwas weiter werden, so richtig zum Wohlfühlen, darum habe ich 80 Maschen angeschlagen, allerdings stricke ich auch mit Nadelstärke 2. Diesmal habe ich auch die Fußlänge reichlich bemessen und einen Zentimeter mehr genommen.Sie sind schon in Benutzung und irgendwie kommt es mir so vor, als würden weite Strümpfe besser wärmen als enganliegende. Vielleicht wegen dem Luftpolster oder ich bilde mir das nur ein.
Diesselben Strümpfe gibt es nochmal in schwarz für meinen Bruder und dann hoffe ich, dass ich Euch mal wieder was mit Zöpfen zeigen kann!
Garn: Sockenwolle von Woolworth in mittelgrau (75 % Schurwolle, 25 % Polyester), 345m/100g
Verbrauch: 116 Gramm
Nadeln: 2
Größe: 40
Muster: krause Rippen
Donnerstag, 21. Januar 2010
Mittwoch, 20. Januar 2010
Die verstrickte Dienstagsfrage 03/2010
Das Wollschaf fragt: Ich würde gern wissen, wie ihr eure Pullover entwerft. Strickt ihr nur nach fertigen Anleitungen? Rechnet ihr diese im Zweifel um oder hofft ihr einfach das Beste? Habt ihr vielleicht einen Idealpullover daheim, an dem ihr euch orientiert? Malt ihr einen Schnitt auf Zeitungspapier? Oder nutzt ihr gar eine Software, und wenn ja: welche und wie sind eure Erfahrungen damit?
Wenn ich mich recht entsinne, habe ich noch nie etwas nach einer fertigen Anleitung gestrickt. Sondern immer nur Teile daraus entnommen und umgewandelt. Dazu mache ich immer erst einmal eine Maschenprobe des Musters und rechne dann aus, wieviele Maschen ich nehmen muss. Für jeden Pullover wird ein kleiner Schnitt gezeichnet und die Maße eingetragen. Als Vorlage nehme ich Schnitte, die ich schon angefertigt habe und die gut gepasst haben. Beim Stricken messe ich dann immer wieder mal nach. Damit es perfekt wird, weiche ich die halbfertigen und die fertigen Teile in Wasser ein und lege sie zum Trocknen aus, falls das Muster noch schrumpft oder sich weitet beim Waschen.
Wenn ich mich recht entsinne, habe ich noch nie etwas nach einer fertigen Anleitung gestrickt. Sondern immer nur Teile daraus entnommen und umgewandelt. Dazu mache ich immer erst einmal eine Maschenprobe des Musters und rechne dann aus, wieviele Maschen ich nehmen muss. Für jeden Pullover wird ein kleiner Schnitt gezeichnet und die Maße eingetragen. Als Vorlage nehme ich Schnitte, die ich schon angefertigt habe und die gut gepasst haben. Beim Stricken messe ich dann immer wieder mal nach. Damit es perfekt wird, weiche ich die halbfertigen und die fertigen Teile in Wasser ein und lege sie zum Trocknen aus, falls das Muster noch schrumpft oder sich weitet beim Waschen.
Dienstag, 12. Januar 2010
Die verstrickte Dienstagsfrage 02/2010
Das neugierige Wollschaf fragt diese Woche: Wieviel Strickzeit hast du durchschnittlich pro Woche oder pro Monat zur Verfügung? Konzentriert sich die Zeit auf wenige oder bestimmte Tage in der Woche oder strickst du täglich?
Also gezählt habe ich die Stunden noch nie, die ich strickend verbringe. Es dürfte aber so einiges zusammenkommen, da ich eigentlich täglich stricke und zum Glück auch genügend Zeit dafür habe!
Also gezählt habe ich die Stunden noch nie, die ich strickend verbringe. Es dürfte aber so einiges zusammenkommen, da ich eigentlich täglich stricke und zum Glück auch genügend Zeit dafür habe!
Freitag, 8. Januar 2010
Auf der Suche...
... nach der perfekten Socke bin ich noch immer. Zuerst wird Maß genommen und alles in eine Skizze eingetragen. Und zwar messe ich den Umfang um den Köchel und unterhalb des Wadenbeginns. Dann noch die Höhe bis die Wade beginnt. Es gibt schließlich dicke und dünne und lange und kurze Beine und danach richten sich der Anschlag und die Schafthöhe.
Diesmal habe ich mit sechsfädiger Wolle gestrickt - zum ersten Mal. Ich verwende zur Orientierung immer diese Tabellen von Coats. Weil ich aber eher dünne Nadeln nehme, reichen bei mir die dort angegebenen Maschen nicht aus. Bei diesen Socken habe ich für etwas dickere Beine 64 Maschen mit Nadel 2,75 angeschlagen. Der Strumpf sollte von vornherein etwas lockerer sitzen, weil die Wolle beim Tragen und Waschen immer noch zusammenschrumpft. Also habe ich auch in der Fußlänge einen guten Zentimeter zugegeben.
Die Wolle von Regia hinterließ beim Stricken einen guten Eindruck. Sie ist sehr weich und kuschelig, ich befürchte aber dass sie sehr filzen wird, wegen dieser Weichheit.
Leider kann man mit solch dicker Wolle kein richtiges Muster stricken, weil es zu sehr aufträgt. Deshalb habe ich ein Rippenmuster gewählt: 1 M re, 1 M li, dann eine R rechts darüber str. Wiederholen. Das ist nicht sehr einfallsreich, aber wirksam. Ich hatte es zuerst glatt rechts probiert, aber da ist der Schaft nicht so dehnbar wie mit Rippen.
Die Socken sind ein Geschenk. Ich selber bevorzuge ja das vierfädige Garn, es macht auch mehr Spaß, damit zu stricken. Diese dicke Wolle würde sich aber bestimmt gut für Mützen und Pullover eignen.
Garn: Regia 6-fädig, Farbe Borke meliert 02140 (75% Schurwolle, 25% Polyamid), LL 375m/150g
Verbrauch: 126 Gramm
Nadeln: Nadelspiel 2,75
Größe: 42
Diesmal habe ich mit sechsfädiger Wolle gestrickt - zum ersten Mal. Ich verwende zur Orientierung immer diese Tabellen von Coats. Weil ich aber eher dünne Nadeln nehme, reichen bei mir die dort angegebenen Maschen nicht aus. Bei diesen Socken habe ich für etwas dickere Beine 64 Maschen mit Nadel 2,75 angeschlagen. Der Strumpf sollte von vornherein etwas lockerer sitzen, weil die Wolle beim Tragen und Waschen immer noch zusammenschrumpft. Also habe ich auch in der Fußlänge einen guten Zentimeter zugegeben.
Leider kann man mit solch dicker Wolle kein richtiges Muster stricken, weil es zu sehr aufträgt. Deshalb habe ich ein Rippenmuster gewählt: 1 M re, 1 M li, dann eine R rechts darüber str. Wiederholen. Das ist nicht sehr einfallsreich, aber wirksam. Ich hatte es zuerst glatt rechts probiert, aber da ist der Schaft nicht so dehnbar wie mit Rippen.
Die Socken sind ein Geschenk. Ich selber bevorzuge ja das vierfädige Garn, es macht auch mehr Spaß, damit zu stricken. Diese dicke Wolle würde sich aber bestimmt gut für Mützen und Pullover eignen.
Garn: Regia 6-fädig, Farbe Borke meliert 02140 (75% Schurwolle, 25% Polyamid), LL 375m/150g
Verbrauch: 126 Gramm
Nadeln: Nadelspiel 2,75
Größe: 42
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