Sonntag, 13. Juli 2014

Gwyn Morgan: Traditional Knitting in the British Isles

 

Dies ist das letzte der Bücher, die ich Euch vorstellen wollte. Gebraucht gekauft über Amazon Marketplace und von England aus versandt. Leider wurde es stiefmütterlich behandelt. Es hat innen leichte Schimmelflecken und riecht muffig, so als hätte es auf einem feuchten Speicher jahrelang achtlos sein Dasein gefristet. Nun hat es den Weg zu mir gefunden und wird mit Respekt behandelt, denn es ist ein schönes Buch.


Erschienen ist es im Jahre 1981 und es enthält traditionelle Strickkunst dreier Traditionen, neu interpretiert: Fair Isle, Arans und Ganseys. Es dominieren Westen, Jacken und Sweater in Fair Isle-Technik, was mich nicht so sehr interessiert. Nur dieser blau-weiße Pullover auf dem Bild oben gefällt mir sehr gut. Den Rest des Buches teilen sich Ganseys und Arans. Neben den wenigen Ganseys, die zeitlos schön sind, wirken die Aran-Modelle doch etwas altbacken und wenig inspiriert. Eine Ausnahme bildet diese Strickjacke:

  
 Dennoch bereue ich den Kauf nicht, einfach weil es ein schönes Buch zum Blättern ist, ein Buch für Liebhaber, und weil es einen Versuch darstellt, Stricktradition zu bewahren, was meinen Respekt verdient. 

Kommentare:

Anneli hat gesagt…

Liebe Anke,
zuerst möchte ich Dir einmal sagen, dass ich Deine Posts sehr lesenswert finde. Sie sind zudem auch wirklich gut geschrieben. Ja, manche Leute behandeln ihre Bücher stiefmütterlich, was sehr schade ist. Ich hoffe, Du bekommst den Muff aus dem Papier ein bisschen raus. Der grauweiße Pullover gefällt mir auch, aber ich habe soetwas noch nie gestrickt. Ich MUSS das lernen.
Liebe Grüße,
Anneli

Ferula hat gesagt…

Liebe Anke,
schade, dass die schönen Bücher muffig sind. Eine Behandlung mit Babypuder oder Talkum wäre einen Versuch wert. Einfach jede Seite einpudern. Das entzieht Feuchtigkeit und Geruch.
Viele Grüße,
Ferula

Filzmaus hat gesagt…

Das gleiche Buch ist bei mir auch muffig angekommen, vielleicht lagen die beiden nebeneinander. Obwohl muffig ist leicht untertrieben, ich konnte gar nicht darin blättern. Die erste Entmuffattacke startete ich mit Katzenstreu, was nicht gut bei meiner Nase ankam. Jetzt liegt es seit 3 Wochen in einer Tüte mit Natronpulver, das ich sorgfältig zwischen jede Seite gestreut habe. Inzwischen kann man drin blättern ohne ohnmächtig zu werden, aber gut ist anders. Ich spiele mit dem Gedanken es einzuscannen wie es Tichiro mit alten Strickbüchern macht. Aber dann werde ich es wieder auszudrücken und binden lassen. Es wird preiswerte sein, als das ständig wechselnde "Natronbad".Die Möglichkeit mit Babypuder zu entmuffen kannte ich noch nicht. Ich glaube aber, dass reines Talkum wohl besser ist, weil zu dem Muff Pafürmierung nicht gut riecht (Katzenstreu)

Anonym hat gesagt…

Liebe Anke,

bei mir kommen auch manch neue Bücher mit so einem muffigen Geruch nach Katzenpisse an. Dieser Geruch dürfte von Druckfarben stammen, soweit ich das von einer befreundeten Druckerin erfahren habe.

Liebe Grüße
Rosenherz