Dienstag, 9. Juni 2009

Die verstrickte Dienstagsfrage 24/2009

Habt ihr ein Lieblingsgarn? Wenn ja, welches und warum?
Vielen Dank an Tanja und an das Wollschaf für die heutige Frage!

Ich mag am liebsten reine Wollen in ihren natürlichen Farben und so wenig wie möglich industriell behandelt.

Allerdings bin ich, seitdem ich Socken stricke, einen Kompromiss eingegangen und akzeptiere die 20 bis 25 Prozent Polyester, die bei den meisten industriellen Garnen beigemischt sind. Ich meine, den Poly-Anteil spürt man beim Tragen gar nicht. Hier kommt es mir vor allem auf die Haltbarkeit an, die Strümpfe werden ja viel mehr beansprucht als beispielsweise ein Pullover und ich fürchte, dass reine Schurwolle oder Wolle mit Bambus oder Seide sich einfach sehr schnell durchlaufen. Aber eine bevorzugte Marke kann ich noch nicht nennen, da muss es erst wieder Winter werden und die diversen schon fertiggestellten Strümpfe einem Tragetest unterzogen werden.

Bei Pullovern habe ich noch nicht so viele unterschiedliche Garne verstrickt, deshalb kann ich auch hier kein Lieblingsgarn angeben. Ich denke aber, dass mir von den Naturfasern vor allem Shetlandwolle und möglichst naturbelassene reine Schurwolle behagen. Dabei macht es mir nichts aus, wenn die Wolle etwas härter und kratziger ist. Ich glaube, mit Baumwolle oder Seide werde ich mich nie anfreunden, ich stricke lieber warme und kuschelige Winterpullover als sommerlich-leichte Teile.

Dienstag, 19. Mai 2009

Die verstrickte Dienstagsfrage 21/2009

Meine Frage gliedert sich in mehrere Teile:
1.Was macht ihr, wenn ihr ein Garn mit einem oder mehreren Knoten im Knäuel erworben habt? a) zähneknirschend das Garn verarbeiten? b) Im Blog andere Strickende darauf hinweisen und die Herstellerfirma verfluchen? c) Beim Laden/Onlineshop Beschwerde einreichen und ggf. Ersatz einfordern? d) Direkt an die Herstellerfirma schreiben, mailen, telefonieren? e) eine Kombination aus mehreren Antworten?
2.Wie geht ihr mit den Knoten um - bzw. wie verarbeitet ihr generell Knäuelanfang und -ende? a) Knoten aufknüppern oder abschneiden und die Enden vernähen? b) Knoten lassen und irgendwie mitstricken? c) Knoten aufmachen und selbst bombenfest verknoten, dann mitstricken?
Herzlichen Dank an Michaela und das Wollschaf für die heutige Frage!

Mir ist es schon ab und zu passiert, dass ich einen Knoten im Wollknäuel hatte oder eine andere fehlerhafte Stelle. Bis jetzt habe ich das immer einfach so hingenommen, geärgert hat mich das nicht besonders. Deshalb würde ich mich darüber auch eher nicht beim Hersteller oder Verkäufer beschweren - habe ich auch noch nie gemacht, weil ich denke, dass das schon mal vorkommen kann. Aber wenn sich solche Dinge bei einem Garn häufen würden, also beispielsweise in jedem Knäuel mehrere Knoten wären, würde ich mich wahrscheinlich am ehesten an den Hersteller wenden und ihn auf das Problem hinweisen. Vielleicht bekommt man ja was Schönes als Entschuldigung dafür...

Wenn sich ein Knoten in der Sockenwolle befindet, dann stricke ich diesen einfach mit und ziehe die Fadenenden auf die Innenseite. Wenn ich ein neues Knäuel anfangen muss, mache ich auch einen Knoten. Beim Pulloverstricken verfahre ich aber anders, da es dort ja Ränder gibt. Ich lasse den Faden immer am Rand auslaufen und beginne dort mit dem neuen Faden, so dass die Fadenenden an der Seite sind und ich sie später in der Naht verstechen kann. Früher habe ich die Knoten wie bei den Socken mitgestrickt, das mache ich aber nicht mehr, weil ich die andere Lösung einfach geschickter und schöner finde.

Mittwoch, 29. April 2009

Rae Compton/Irmgard Gierl: Stricken wie in alten Zeiten

Dieses Buch habe ich zufällig beim Stöbern im Internet entdeckt und bei dem Ebay-Händler "Schöne Handarbeitsbücher" für 17,99 Euro gekauft. Wie ich schon geahnt habe, ist es die deutsche Übersetzung von Rae Comptons Buch "The Complete Book of Traditional Knitting". Es ist schon etwas älter, nämlich aus dem Jahre 1987. Das englischsprachige Original besitze ich schon - ich habe es bereits in meinem Blog vorgestellt.

Es handelt sich um ein Geschichtsbuch, das sich mit der Entstehung und den verbreiteten Techniken des Strickens in den verschiedenen Kulturen Europas beschäftigt. Es enthält zahlreiche Musterbeispiele und im letzten Kapitel einige Anleitungen für Pullover, Westen, Handschuhe, Tücher, eine Mütze und Strümpfe. Zu bemängeln habe ich lediglich, dass es nur für die Hälfte dieser Strickanleitungen Fotos gibt. Bei der anderen Hälfte muss man sich aus den vorhandenen Angaben zusammenreimen, was man da nachstrickt.

Trotzdem liebe ich das Buch sehr, weil man darin viel Interessantes rund ums traditionelle Stricken erfahren kann. Ich finde, es eignet sich gut als Einstieg für jemanden, der sich zum ersten Mal mit der Historie des Strickens beschäftigen möchte.

Samstag, 11. April 2009

Zopfmustersocken zum zweiten

Diese Socken habe ich mir dank Eurer guten Ratschläge nochmal hergenommen und bis zum Schaft aufgetrennt. Dann habe ich bei den Fersen und der Sohle einfach je Zopf 2 Maschen zusammengestrickt, so dass ich am Ende immer nur noch 16 Maschen für die glatt rechts gestrickten Teile des Strumpfes auf den Nadeln hatte. Das gleiche habe ich bei den Fußspitzen getan. Es macht schon einen Unterschied, ob man 72 oder nur noch 64 Maschen strickt. Jetzt passen die Strümpfe auf jeden Fall besser und ich bin zufrieden. Perfekt wäre es aber gewesen, wenn ich den linken Strumpf gegengleich zum rechten verzopft hätte, also einmal nach vorn und einmal nach hinten. Beim nächsten Mal dann...

Donnerstag, 2. April 2009

Socken mit Zopf 4/2009

Diese Strümpfe sind für mich und sie passen diesmal gleich beim ersten Anlauf perfekt. Ich hoffe nur, dass die Wolle beim Waschen nicht noch eingeht, damit sie am Ende nicht doch zu kurz werden. Ich habe seitlich einen doppelten Zopf gestrickt, der im Bündchen beginnt und bei der Fußspitze endet. Ursprünglich wollte ich den Zopf nur seitlich am Schaft verlaufen lassen, fand es dann aber schöner, ihn auch noch am Fuß fortzuführen. Ich mag die braune Farbe sehr, leider habe aber davon nur ein einziges Knäuel gekauft. Jetzt bin ich erst mal auf der Suche nach anderen schönen Brauntönen für weitere Strümpfe.

Garn: Sockenwolle von Woolworth in braun (75% Schurwolle, 25% Polyester), LL 345m/100g
Verbrauch: nicht ganz 100 Gramm
Nadeln: Nadelspiel 2
Größe: 40
Muster: eigener Entwurf

Dienstag, 24. Februar 2009

Socken 2/2009

Diese hier sind fertig geworden und für mich. Und weil heute morgen die Sonne raus kam, konnte ich sogar ein Foto machen. Ich habe auf ein kompliziertes Muster verzichtet, weil es bei der schwarzen Wolle gar nicht zur Geltung gekommen wäre. Also habe ich den Schaft in einem einfachen Rippenmuster gestrickt: drei Maschen rechts, eine Masche links im Wechsel. Für den Fußteil habe ich dann allerdings nur noch rechte Maschen genommen. Die Strümpfe passen perfekt und zwei neue Paare sind schon in Arbeit.

Garn: Sockenwolle von Woolworth (75 % Schurwolle, 25 % Polyester), 345m/100g

Verbrauch: ca. 100 Gramm
Nadeln: 2
Größe: 40
Muster: über 68 M, 3 M re, 1 M li

Samstag, 7. Februar 2009

Das große Strick- und Häkelbuch von Schachenmayr

Bei booklooker bin ich auf dieses Buch gestoßen, es kostete nur noch 6 Euro und ich dachte, weil es schon etwas älter ist (aus dem Jahre 1982), dass es vielleicht tolle Schätze beinhaltet. Ich bin aber ein bisschen enttäuscht. Zum einen gibt es nur ganz wenige Ausführungen zur Technik des Strickens. Für einen Anfänger sind das viel zu wenig Erklärungen und ein Profi lernt leider nichts Neues dazu. Das Buch enthält stattdessen eine einigermaßen umfangreiche Mustersammlung. Leider sind die Muster nur in Schwarz-weiß fotografiert, so dass es etwas schwierig ist, sie zu erkennen. Die Muster reißen mich auch nicht vom Hocker, es ist nichts dabei, was ich nicht schon anderswo gesehen hätte.

Zum Häkelteil, der die andere Hälfte des Buches ausmacht, kann ich nicht viel sagen, weil ich nicht häkle. Mir scheint es aber, dass dieser Teil viel besser und interessanter ist.

An dieser Stelle wollte ich Euch mal zeigen, nach welchem Buch ich stricken gelernt habe:

Dieses Lehrbuch von Burda aus dem Jahre 1983 ist zwar auf den ersten Blick etwas unübersichtlich bis chaotisch gestaltet, doch es ist unglaublich, was es an Tipps und Tricks enthält. Es ist mit Wissen nur so vollgestopft und mit viel Liebe zum Detail gemacht. Auch wenn es etwas altmodisch ist, ich benutze es noch immer sehr oft. Ich erinnere mich noch genau, wie ich danach meine ersten Socken und Zopfmuster gestrickt habe.

Besonders angetan hat es mir der Teil, in dem die Norwegertechnik vorgestellt wird. Dort sind wundervolle traditionelle Muster enthalten, leider nicht für Socken, sondern nur für Schals, Mützen und vor allem Handschuhe. Besonders schön sind auch die Muster zur Spitzenstrickerei, einfach schön zum Anschauen, da ich mir ja keine Tischdecken stricken würde.

Dienstag, 3. Februar 2009

Meine ersten Socken

Es ist schon einige Jahre her, dass ich Socken gestrickt habe. Beigebracht habe ich mir das damals mit Hilfe meines vielgeliebten alten Burda-Strickbuches. Jetzt habe ich kurzentschlossen einen Sockenworkshop mitgemacht und dort unter anderem die Bumerangferse und Bandspitze gelernt. Ich kannte bislang nur die Käppchenferse - finde die neue Fersenform aber um vieles schöner, so dass ich sie nur noch so stricken werde. Es hat zwar etwas gedauert, bis ich das Prinzip verstanden habe, aber wenn man erst mal dahinter gekommen ist, geht es ganz leicht!

Und jetzt kann ich gar nicht mehr aufhören, Socken zu stricken! Es macht einfach Spaß mit fünf Nadeln zu arbeiten und nach relativ kurzer Zeit ein fertiges Ergebnis in den Händen zu halten. Nachdem ich mit dem einfachen Rippenmuster geübt habe, und mit dem Ergebnis zufrieden bin, möchte ich mich nun auch an kompliziertere Muster wagen und habe auch schon einige Ideen. Mit Sockenwolle habe ich mich in der Zwischenzeit auch eingedeckt, so dass weiteren Projekten nichts mehr im Wege steht!

Garn: Milano Sockenwolle (70% Schurwolle, 20% Seide, 10% Ramie), 210m/50g
Verbrauch: fast 100 Gramm
Nadeln: 2,25
Muster: 64 M; 2 M re, 2 M li

Montag, 12. Januar 2009

Bayerischer Janker

Mein bayerischer Janker ist fertig und hier ist die Anleitung dazu:

Maschenprobe Nd. Nr. 4,5 kraus rechts
10 x 10 cm = 16 M x 30 R

Rückenteil:
93 M anschl,
1. R.: 46 M re, 1 M li, 46 M re str,
2. R.: 46 M re, 1 M re und 46 M re str
die 1. u. 2. R stets wiederholen
Ab der 126. R für Armausschnitte abk und zwar in jeder 2. R 1 x 7 M, 1 x 2 M und 2 x 1 M sowie in der 4. R 1 x 1 M., insgesamt 12 M.
Ab der 199. R für Schulterschrägung abk und zwar in jeder 2. R 3 x 7 M, insgesamt 21 M
In der 205. R die restlichen 27 M abk

Rechtes Vorderteil:
49 M anschl
In der 4. R 1 x 2 und in der 8. R 1 x 1 M zun, um eine abgerundete Kante zu erreichen = 52 M
In der 126. R für die Armausschnitte wie beim Rückenteil abk
In der 177. R für Halsausschnitt abk und zwar in jeder 2. R 1 x 9 M, 1 x 3 M, 1 x 2 M und 3 x 1 M, dann in jeder 4. R. 2 x 1 M abk, insgesamt 19 M
In der 200. R in jeder 2. R 3 x 7 M für Schulterschrägung abk, insgesamt 21 M

Linkes Vorderteil:
49 M anschl
Für die abgerundete Kante in der 3. R 1 x 2 M und in der 7. R 1 x 1 M zun
Für die 6 Knopflöcher ab der 19. R in jeder 30. R die 5. und 4. M vor dem Reihenende abketten und dort in der nächsten Reihe erneut 2 M aufnehmen
Gegengleich zum rechten Vorderteil str

Ärmel:
40 M anschl
In jeder 6. R je 1 M zun für die Ärmelschrägung bis zur 120. R
Ab der 136. R abk für Armkugel und zwar in jeder 2. R 1 x 5 M, 1 x 3 M, 1 x 2 M, dann in jeder 4. R. 1 x 2 M, 7 x 1 M
Ab 184. R in jeder 2. R 3 x 2 M, 1 x 3 M und 1 x 5 M abk, in der 194. R alle restl. M abk

Fertigstellung:
Die Nähte schließen und alle Kanten mit festen Maschen umhäkeln. Knöpfe annähen.
Die Knöpfe habe ich übrigens beim Knopfparadies übers Internet bestellt. Die waren sehr nett da und ich kann sie wärmstens weiterempfehlen.

Freitag, 5. Dezember 2008

Denim by Lang Yarns

Das neue Denim-Heft von Lang Yarns hat mich auch dieses Mal überrascht, denn ich habe darin wieder mal Modelle gefunden, die ich gerne nacharbeiten würde. Allerdings sind es Pullover für Männer. Das macht mir aber nichts aus, da ich auch für mich des öfteren Herrenpullover stricke. Die Jacken und Pullover für Frauen bleiben aber weit hinter den Herrenmodellen zurück. Nicht nur dass sie fast alle mit dicken Nadeln der Stärke 6 - 10 gestrickt wurden und entsprechend grob wirken. Auch die Muster sind nichts besonderes.

Schön ist, dass die Strickschriften neben englisch auch in deutsch sind. Das macht das Nacharbeiten doch bedeutend leichter. Außerdem gibt es wie immer sehr klare Schnittvorlagen, und die Muster sind in Charts dargestellt. Ebenfalls nichts zu meckern gibt es bei den Größenangaben, alle Modelle werden von der S bis zur XL angegeben.

Gekauft habe ich das Denim-Heft bei diesem eBayer für 4,50 Euro. Und der Sendung lag noch ein kostenloses Heft "Fatto a mano" bei.

Der hier gezeigte Pullover wurde aus der Merinowolle von Lang gestrickt. Was man nicht denkt: es wurde Nadelstärke 5 1/2 verwendet. Das schöne Muster nennt sich "Bienenschwarm" und ich habe es noch nirgendwo in meinen Musterbüchern entdeckt. Ich habe es neugierig schon mal angestrickt, es ist zwar ungewöhnlich aber nicht schwer.

Dieser hier gefällt mir auch sehr gut. Er hat ein Muster mit Verkreuzungen, das sich "Wellenzopf" nennt. Ich muss es auch erst mal ausprobieren, weil man es auf dem Bild nicht richtig erkennen kann. Das verwendete Garn ist Baby Alpaca von Lang und die Nadelstärke ist die 3 1/2.
Den kompletten Inhalt des Heftes kann man auf der Seite von Lang Yarns begutachten.

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Kim Hargreaves: A Season`s Tale

Ich habe schon so viel über Kim Hargreaves in den Blogs gelesen und habe mir den Inhalt ihrer Bücher im Web angeschaut und nun wollte ich auch gerne eines ihrer Bücher besitzen. Einfach, um mich davon inspirieren zu lassen. Zufällig habe ich bei eBay das Buch „A Season`s Tale“ entdeckt und auch ersteigert. Ich dachte, dass dieses Buch von all ihren Büchern wahrscheinlich am besten zu mir passen würde. Ich mag keine Sommerpullover und luftigen Sachen, sondern stricke immer nur wärmende Winterpullover, übrigens auch im Sommer bei 30 Grad! Ich mag es auch nicht ausgefallen, sondern stricke immer wieder gerne auch mal nur glatt rechts und verwende am liebsten einen einfachen geraden Schnitt.

Leider kann ich nun nicht in die Begeisterung verfallen wie manche in ihren Blogs. Klar, die Modelle sind durchweg tragbar, klassisch und zeitlos schön, manche sehr elegant oder auch romantisch. Kim Hargreaves verfolgt eine klare Linie, aber es gibt auf den ersten Blick nichts, dass mich direkt anspringen würde und unbedingt nachgestrickt werden will. Es sind Pullover und Jacken sowohl für Männer als auch für Frauen und einige für Kinder dabei, insgesamt 35 Modelle. Die Strickstücke haben ganz selten schwierige Muster, sehr vieles ist in glatt rechts gestrickt. Die Schnitte sind in der Mehrzahl körperbetont, was mir wiederum sehr gut gefällt. Denn in den meisten der anderen Strickbücher, die ich besitze, wird hauptsächlich die einfache Kastenform verwendet. Vielleicht werde ich in Zukunft das eine oder andere Stück auch körperbetonter stricken. Was ich bei Kim Hargreaves jedoch vermisse sind ausführliche Schnittmuster mit exakten Größenangaben. Die Schnitte sind nämlich nur spärlich angedeutet. Außerdem könnten die Fotografien der Modelle besser sein.

Ich weiß also nicht so recht was mit dem Buch anzufangen und glaube nicht, dass es mich so inspiriert wie ich mir das erhofft hatte.

Den gesamten Inhalt von „A Season`s Tale“ kann man übrigens hier sehen.

Dienstag, 18. November 2008

Die verstrickte Dienstagsfrage 47/2008

Das Wollschaf ist auch heute wieder neugierig und fragt: Jeder hat so seine Vorlieben und Abneigungen beim Material. Was für Garne magst Du oder kannst Du überhaupt nicht verstricken, sei es von der Zusammensetzung, der Dicke oder der Struktur her? Warum?
Herzlichen Dank an Kerstin für die heutige Frage.

Seitdem ich nach langjähriger Pause wieder stricke, habe ich nur 100 prozentige Schurwolle von Schafen verstrickt. Meistens wähle ich eine Wolle aus, die etwas robuster und möglichst naturbelassen ist, die ganz feinen hochwertigen Merinogarne sind irgendwie nicht so mein Ding. Auch bei den Farben mag ich am liebsten Naturtöne von schwarz über grau, braun, beige bis wollweiß. Ich könnte mir aber auch vorstellen, mal Baumwolle, Bambus, Cashmere, Alpaca und Seide oder eine Mischung aus diesen Qualitäten zu verwenden. In meinem Wollvorrat findet sich aber noch nichts dergleichen. Da bin ich noch auf der Suche oder momentan einfach noch nicht experimentierfreudig genug. Was ich nicht so mag ist Mohair, Angora oder anderes Garn das sehr fusselt, so dass man ständig mit der Fusselbürste zugange ist.

Früher habe ich gerne dickere Garne vertrickt, inzwischen bin ich bei einer Lauflänge von ca. 150 Metern pro 50 Gramm angekommen und ich stricke am liebsten mit Nadel 3. Was gar nicht ginge, wären Baumstämme ab Nadel 5. Die größte Nadelstärke, die ich bisher verwendet habe, war die Stärke 4,5. Was ich noch nie gekauft habe, das sind Lace-Garne, ganz einfach, weil ich so was Feines noch nie gestrickt habe.

Momentan würde ich mich auch nicht an Wolle aus Kunstfasern wagen. Ich erinnere mich aber, das damals, als ich mit dem Stricken begonnen habe, einige Pullover aus Polyester entstanden sind. Getan hab ich`s also schon. Aber seitdem habe ich noch kein schönes Kunstgarn im Laden gesehen, das mich verführt hätte, es nochmal zu versuchen.

Außerdem mag ich keine selbstmusternden Garne, Effektgarne, Dochtwolle (meist zu dick) und gefachte Garne (zu beschwerlich alle Fäden zu erwischen). So, ich denke das wars.

Donnerstag, 13. November 2008

Janet Szabo: Cables

Ich bin ein großer Fan von Janet Szabo. Ich mag, wie gründlich und ausführlich sie an die Dinge herangeht – so auch in diesem Buch. Wie sie liebe ich Zöpfe und Arans. Von ihr besitze ich schon das Buch „Aran Sweater Design“ – ich habe es hier kurz vorgestellt.

Das Buch „Cables“ ist eine Mustersammlung aus klassischen Zopfmustern und enthält eigentlich nichts Neues, wenn man schon einige Musterbücher besitzt. Dafür ist sehr ausführlich dargestellt, wie man beim Verzopfen das gewünschte Ergebnis erreicht. Es gibt nämlich jeweils Fotos zu den verschiedenen Techniken. Das ist vor allem an Anfänger gerichtet. Desweiteren wird jedes Muster sowohl in Charts als auch in Textform vorgestellt. Janet Szabo beginnt mit Zöpfen, die aus nur zwei Maschen entstehen und endet bei solchen, wo 8 Maschen verkreuzt werden. Wie gesagt, sie zeigt die klassischen Zopfmuster und Ausgefallenes gibt es hier eher selten zu sehen. Da muss ich an das Buch Vogue Stitchionary Volume 2: Cables verweisen und an Erika Knight`s Cables & Aran`s – beide Bücher habe ich hier vorgestellt.

Dienstag, 11. November 2008

Die verstrickte Dienstagsfrage 46/2008

Das Wollschaf hat heute eine lustige Frage auf Lager und möchte folgendes wissen: Vor etlichen Wochen lautete die Frage, wo überall das Strickzeug dabei ist. Hand auf's Herz: Was war der unmöglichste Ort, an dem ihr schon mal gestrickt habt?
Herzlichen Dank an Ute für die heutige Frage!

Meine Antwort darauf fällt eher langweilig aus: Ich bin ja eigentlich am liebsten zuhause auf dem Sofa und vor dem Fernseher mit dem Strickzeug zugange und nehme, wenn ich das Haus verlasse, nie was zum Stricken mit. Mir liegt es absolut nicht, in der Öffentlichkeit zu stricken. Es war mir bis jetzt einfach unangenehm, wenn mich alle anstarren oder gar noch aushorchen wollen darüber was ich da mache. Deshalb war ich auch noch nie an einem ungewöhnlichen Ort mit dem Stricken beschäftigt, wo ich ja nicht mal an gewöhnlichen Orten (Zug, Cafe, Wartezimmer) stricke. Selbst in den Urlaub fahre ich meist ohne Wolle und Stricknadeln, weil ich schon vorher weiß, dass ich dann eh nicht zum Stricken komme. Und unterwegs schaue ich lieber aus dem Fenster oder in eine Zeitung und lese. Was ich mir aber gut vorstellen könnte, wäre in Gemeinschaft mit anderen in der Öffentlichkeit zu stricken. Da fällt der einzelne dann nicht so auf.

Freitag, 7. November 2008

Black

Eigentlich habe ich bei dieser Finkhofwolle etwas Anthrazitfarbenes erwartet, denn als solche war sie im Katalog angegeben. Als ich das Paket geöffnet habe, war ich erstmal entsetzt, weil die Wolle schwarz war. Da haben sie wohl etwas zu tief in den Farbtopf gegriffen! Dabei hatte ich beim Finkhof kurz vorher angefragt, ob sie nicht auch schwarze Wolle färben könnten und sie haben mir geantwortet, dass das aufgrund der Farbmenge, die dafür gebraucht würde, nicht mehr ökologisch vertretbar wäre. Inzwischen habe ich mich mit der bestellten Wolle angefreundet, denn ich liebe schwarz. Schöner wäre es natürlich, wenn die Wolle naturbelassen wäre, also von schwarzen Schafen stammen würde. Leider habe ich noch keinen Anbieter gefunden, der naturschwarze Wolle in einer mittleren Lauflänge hat. Meist misst sie nur 100 Meter auf 50 Gramm, und das ist mir mittlerweile zu dick. 150 Meter müssten es schon sein.
Beim Finkhof ist die gefärbte Wolle etwas teurer als die naturfarbene. 100 Gramm kosten hier 4,50 Euro - was im Vergleich zu Markengarnen aber immer noch recht preiswert ist.