Bald beginnt ein neues Jahr und das ist ja bekanntlich die Zeit, in der man gute Vorsätze fasst. Was das Stricken angeht, habe ich mir für das kommende Jahr eines ganz fest vorgenommen: nämlich alle meine unfertigen Projekte erst einmal zu beenden und solange nichts Neues anzufangen, bis das nicht komplett erledigt ist. Ich habe nämlich festgestellt, das ich nicht gut damit zurecht komme, wenn ich mehrere Sachen gleichzeitig mache. Alles wird schnell unübersichtlich und irgendwie chaotisch, ich verliere ganz den Überblick, nichts wird fertig und am Ende habe ich gar keine Lust mehr.
Außerdem möchte ich mich mit meinen Wolleinkäufen zurückhalten und nicht mehr Wolle kaufen, als ich tatsächlich verarbeiten kann. Die Versuchung, Wolle um ihrer selbst willen anzuhäufen ist schon vorhanden, es gibt einfach so schöne Garne in so schönen Farben... Aber auf Dauer würde es bei mir platzmäßig gar nicht gehen, ich wüsste gar nicht wohin mit all den Vorräten.
Desweiteren möchte endlich wieder einmal ein Paar Socken stricken. Passende Wolle, Nadelspiele und Anleitungen habe ich schon - also steht dem eigentlich nichts mehr im Wege.
Sonntag, 28. Dezember 2008
Dienstag, 23. Dezember 2008
Die verstrickte Dienstagsfrage 52/2008
Über das Web ist der Stricksüchtige am Puls der Zeit. Sei es
- bei den Garnen (z.B. handgefärbt oder auch selbstgesponnen statt selbstmusternden Industriegarn),
- die Farbwahl (jetzt wieder eher Ton in Ton oder das Wildern der Wolle),
- das Material (wie z.B. Sojaseide, Maisgarn, aus Baumrinde oder Tencel),
- die Stricknadeln (von Bambus über Edelhölzer zu laminierten bis hin zu beleuchteten)
- oder Muster, die hochkochen, wie damals z.B. die Jaywalker.
Wie ist das bei euch, springt ihr auf jeden Hype gleich auf, reicht es euch, das zu sehen oder brodelt es in euch und ihr müsst mitmachen?
Herzlichen Dank an das Wollschaf und an Susanne für die heutige Frage!
Was das Nachahmen von Trends angeht, lebe ich scheinbar hinterm Mond, denn irgendwie ging und geht das fast alles spurlos an mir vorüber, obwohl ich eigentlich ein neugieriger Mensch bin. Allerdings bin ich auch nicht so viel im Internet unterwegs, dass ich alles mitbekommen würde. Ich staune oft, was andere so entdecken und treiben und kann (glücklicherweise) dabei ganz still sitzen und zuschauen, ohne es gleich nachmachen zu müssen. Ich lasse mich durchaus durchs Internet, insbesondere durch die anderen Blogs inspirieren. Am Ende aber mache ich doch nur das was ich will, was mir entspricht und mir gefällt, egal ob das gerade trendig ist oder nicht.
- bei den Garnen (z.B. handgefärbt oder auch selbstgesponnen statt selbstmusternden Industriegarn),
- die Farbwahl (jetzt wieder eher Ton in Ton oder das Wildern der Wolle),
- das Material (wie z.B. Sojaseide, Maisgarn, aus Baumrinde oder Tencel),
- die Stricknadeln (von Bambus über Edelhölzer zu laminierten bis hin zu beleuchteten)
- oder Muster, die hochkochen, wie damals z.B. die Jaywalker.
Wie ist das bei euch, springt ihr auf jeden Hype gleich auf, reicht es euch, das zu sehen oder brodelt es in euch und ihr müsst mitmachen?
Herzlichen Dank an das Wollschaf und an Susanne für die heutige Frage!
Was das Nachahmen von Trends angeht, lebe ich scheinbar hinterm Mond, denn irgendwie ging und geht das fast alles spurlos an mir vorüber, obwohl ich eigentlich ein neugieriger Mensch bin. Allerdings bin ich auch nicht so viel im Internet unterwegs, dass ich alles mitbekommen würde. Ich staune oft, was andere so entdecken und treiben und kann (glücklicherweise) dabei ganz still sitzen und zuschauen, ohne es gleich nachmachen zu müssen. Ich lasse mich durchaus durchs Internet, insbesondere durch die anderen Blogs inspirieren. Am Ende aber mache ich doch nur das was ich will, was mir entspricht und mir gefällt, egal ob das gerade trendig ist oder nicht.
Gewonnen!
Mittwoch, 17. Dezember 2008
Fleißarbeit
Ich habe es schon wieder mal getan: ein fast fertiges Rückenteil eines Pullovers komplett aufgeribbelt, um es neu zu stricken, weil mir ein besseres Muster unter die Finger gekommen ist. Es ist das Wellenzopfmuster aus dem aktuellen Denim-Heft von Lang Yarns, das ich schon gezeigt hatte. Da hat es in jeder vierten Reihe 20 Verzopfungen und ich bin immer froh, wenn die 1. und 5. Reihe kommen, weil man da einfach nur glatt rechts stricken kann. Ich weiß nicht ob ich es schaffe, daraus einen kompletten Pullover zu stricken. Ich habe bis jetzt gerade mal 20 Zentimeter in der Höhe fertig, obwohl ich jeden Abend fleißig daran stricke. Ein Bild gibt es leider nicht, weil die Wolle schwarz ist und sich absolut nicht fotografieren lassen will, vor allen Dingen bei diesem Wetter nicht.
Dienstag, 16. Dezember 2008
Die verstrickte Dienstagsfrage 51/2008
Unser strickwütiges Wollschaf hat wieder eine Frage: Stricken ist wieder in - auch bei den Jugendlichen in eurem Umfeld?
Herzlichen Dank an Susanne für die heutige Frage!
Ich habe ehrlich gesagt außerhalb des Internets noch nicht bemerkt, dass Stricken wieder in sein soll. Ich sehe nicht mehr Leute stricken als früher – nämlich gar nicht. Auch Selbstgestricktes findet man eher an der älteren Generation. Jugendliche habe ich noch nie stricken sehen. Scheinbar ist dieser Trend an uns vorüber gegangen und manchmal denke ich, dass ich hier die einzige bin die strickt. Ich habe allerdings herausgefunden, das unser hiesiges Handarbeitsgeschäft Strickkurse anbietet. Da werde ich dieser Tage mal recherchieren gehen, ob denn da auch Leute hinkommen.
Mich würde es allerdings schon mal interessieren, woher die Aussage stammt, dass heute wieder mehr gestrickt wird als früher, ob es da Statistiken gibt oder Beweise. Also ich glaube nämlich nicht daran.
Herzlichen Dank an Susanne für die heutige Frage!
Ich habe ehrlich gesagt außerhalb des Internets noch nicht bemerkt, dass Stricken wieder in sein soll. Ich sehe nicht mehr Leute stricken als früher – nämlich gar nicht. Auch Selbstgestricktes findet man eher an der älteren Generation. Jugendliche habe ich noch nie stricken sehen. Scheinbar ist dieser Trend an uns vorüber gegangen und manchmal denke ich, dass ich hier die einzige bin die strickt. Ich habe allerdings herausgefunden, das unser hiesiges Handarbeitsgeschäft Strickkurse anbietet. Da werde ich dieser Tage mal recherchieren gehen, ob denn da auch Leute hinkommen.
Mich würde es allerdings schon mal interessieren, woher die Aussage stammt, dass heute wieder mehr gestrickt wird als früher, ob es da Statistiken gibt oder Beweise. Also ich glaube nämlich nicht daran.
Montag, 15. Dezember 2008
Bestürzend
Mir ist was passiert: Vor etwa zwei Wochen bin ich auf der Treppe mit nassen Schuhen ausgerutscht, habe mich reflexartig am Geländer festgehalten und habe mir dabei die linke Schulter verdreht. Seitdem kann ich bestimmte Armbewegungen nur noch unter grässlichen Schmerzen ausführen. Mein erster Gedanke war, dass es nun mit dem Stricken vorbei sei.
Inzwischen bin ich schon bei vier Ärzten gewesen – der eine hat mich an den anderen verwiesen. Die Schulter wurde geröngt, mit Ultraschall untersucht und mit Strom behandelt und alle sagten mir, dass es wieder in Ordnung kommt, da ich ja den Arm immerhin noch bewegen kann. Aber Angst habe ich trotzdem, dass es nicht wieder wird und etwas zurück bleibt.
Ich kann aber aufs Stricken nicht verzichten, ich stricke auch nicht weniger als vorher, obwohl es manchmal schon ganz schön weh tut. Gar nicht auszudenken was wäre, wenn ich nicht mehr stricken könnte!
Inzwischen bin ich schon bei vier Ärzten gewesen – der eine hat mich an den anderen verwiesen. Die Schulter wurde geröngt, mit Ultraschall untersucht und mit Strom behandelt und alle sagten mir, dass es wieder in Ordnung kommt, da ich ja den Arm immerhin noch bewegen kann. Aber Angst habe ich trotzdem, dass es nicht wieder wird und etwas zurück bleibt.
Ich kann aber aufs Stricken nicht verzichten, ich stricke auch nicht weniger als vorher, obwohl es manchmal schon ganz schön weh tut. Gar nicht auszudenken was wäre, wenn ich nicht mehr stricken könnte!
Mittwoch, 10. Dezember 2008
Die verstrickte Dienstagsfrage 50/2008
Das Wollschaf möchte diese Woche folgendes von uns wissen: Eine Frage für diejenigen, die schon vor den Zeiten des Internets gestrickt haben: Früher war Stricken etwas in der Familie oder im Freundeskreis. Durch das Internet ergaben sich ganz neue Möglichkeiten. Welche Möglichkeiten nutzt ihr und wie hat sich euer Strickverhalten dadurch geändert?
Herzlichen Dank an Susanne für die heutige Frage!
Ich habe in meiner frühen Jugend schon gestrickt, als das Internet noch nicht erfunden war. Da gab es meine damalige beste Freundin, die wie ich gestrickt hat und die vielen gemeinsamen Stunden und die gegenseitige Inspiration und Freude. Diese Freundin strickt inzwischen leider nicht mehr und wir sind auch räumlich weit getrennt, so dass ich eigentlich seitdem alleine stricken muss. Bis zu dem Tag, als eine andere beste Freundin mich aufs Bloggen gebracht hat. Das war vor nicht ganz zwei Jahren.
Das Internet habe ich zuvor nämlich nur genutzt, um Bücher oder Wolle zu schauen und ab und an auch zu kaufen. Das finde ich auch immer noch toll, nicht mehr auf den einzigen Händler in meiner kleinen Stadt angewiesen zu sein, sondern so ziemlich alles übers Internet bestellen zu können. Es reicht mir auch schon zu wissen, dass man alles haben könnte, wenn man nur wollte oder es sich leisten kann. Es gibt ja inzwischen so viele Garne von Designern und hunderte von Büchern, dass man arm darüber werden kann.
Durchs Bloggen nun habe ich eigentlich das gefunden, was ich so lange vermisst habe: Gleichgesinnte, Menschen die auch stricken – ich hatte ja geglaubt, in der heutigen Zeit gibt es diese gar nicht mehr! Das freut mich am Internetdasein am meisten, dass ich mit meiner Strickerei nicht mehr allein bin, sondern mich tagtäglich mit anderen virtuell austauschen kann. Danke an all die anderen fleißigen Strickerinnen, die mich immer wieder inspirieren!
Herzlichen Dank an Susanne für die heutige Frage!
Ich habe in meiner frühen Jugend schon gestrickt, als das Internet noch nicht erfunden war. Da gab es meine damalige beste Freundin, die wie ich gestrickt hat und die vielen gemeinsamen Stunden und die gegenseitige Inspiration und Freude. Diese Freundin strickt inzwischen leider nicht mehr und wir sind auch räumlich weit getrennt, so dass ich eigentlich seitdem alleine stricken muss. Bis zu dem Tag, als eine andere beste Freundin mich aufs Bloggen gebracht hat. Das war vor nicht ganz zwei Jahren.
Das Internet habe ich zuvor nämlich nur genutzt, um Bücher oder Wolle zu schauen und ab und an auch zu kaufen. Das finde ich auch immer noch toll, nicht mehr auf den einzigen Händler in meiner kleinen Stadt angewiesen zu sein, sondern so ziemlich alles übers Internet bestellen zu können. Es reicht mir auch schon zu wissen, dass man alles haben könnte, wenn man nur wollte oder es sich leisten kann. Es gibt ja inzwischen so viele Garne von Designern und hunderte von Büchern, dass man arm darüber werden kann.
Durchs Bloggen nun habe ich eigentlich das gefunden, was ich so lange vermisst habe: Gleichgesinnte, Menschen die auch stricken – ich hatte ja geglaubt, in der heutigen Zeit gibt es diese gar nicht mehr! Das freut mich am Internetdasein am meisten, dass ich mit meiner Strickerei nicht mehr allein bin, sondern mich tagtäglich mit anderen virtuell austauschen kann. Danke an all die anderen fleißigen Strickerinnen, die mich immer wieder inspirieren!
Freitag, 5. Dezember 2008
Denim by Lang Yarns
Schön ist, dass die Strickschriften neben englisch auch in deutsch sind. Das macht das Nacharbeiten doch bedeutend leichter. Außerdem gibt es wie immer sehr klare Schnittvorlagen, und die Muster sind in Charts dargestellt. Ebenfalls nichts zu meckern gibt es bei den Größenangaben, alle Modelle werden von der S bis zur XL angegeben.
Gekauft habe ich das Denim-Heft bei diesem eBayer für 4,50 Euro. Und der Sendung lag noch ein kostenloses Heft "Fatto a mano" bei.
Den kompletten Inhalt des Heftes kann man auf der Seite von Lang Yarns begutachten.
Mittwoch, 3. Dezember 2008
Kim Hargreaves: A Season`s Tale
Leider kann ich nun nicht in die Begeisterung verfallen wie manche in ihren Blogs. Klar, die Modelle sind durchweg tragbar, klassisch und zeitlos schön, manche sehr elegant oder auch romantisch. Kim Hargreaves verfolgt eine klare Linie, aber es gibt auf den ersten Blick nichts, dass mich direkt anspringen würde und unbedingt nachgestrickt werden will. Es sind Pullover und Jacken sowohl für Männer als auch für Frauen und einige für Kinder dabei, insgesamt 35 Modelle. Die Strickstücke haben ganz selten schwierige Muster, sehr vieles ist in glatt rechts gestrickt. Die Schnitte sind in der Mehrzahl körperbetont, was mir wiederum sehr gut gefällt. Denn in den meisten der anderen Strickbücher, die ich besitze, wird hauptsächlich die einfache Kastenform verwendet. Vielleicht werde ich in Zukunft das eine oder andere Stück auch körperbetonter stricken. Was ich bei Kim Hargreaves jedoch vermisse sind ausführliche Schnittmuster mit exakten Größenangaben. Die Schnitte sind nämlich nur spärlich angedeutet. Außerdem könnten die Fotografien der Modelle besser sein.
Ich weiß also nicht so recht was mit dem Buch anzufangen und glaube nicht, dass es mich so inspiriert wie ich mir das erhofft hatte.
Den gesamten Inhalt von „A Season`s Tale“ kann man übrigens hier sehen.
Dienstag, 2. Dezember 2008
Die verstrickte Dienstagsfrage 49/2008
Das neugierige Wollschaf hat auch diese Woche wieder eine Frage an uns: Mich würde interessieren, was das Anspruchsvollste war, das jemand bisher gestrickt hat. Ob es Socken sind, ein Spüli oder ein mehrfarbiger Fair-Isle-Pullover oder etwas ganz anderes. Herzlichen Dank an Thomas für die heutige Frage!
Das Anspruchsvollste, woran ich bisher gestrickt habe, das sind meine Aran- und Zopfmusterprojekte. Da gibt es immer viel zu bedenken und zu berechnen und immer auch zu ribbeln, damit es am Ende hinkommt. Dazwischen stricke ich immer wieder mal gerne Pullover in glatt rechts. Da ich mich aber noch nicht genügend auskenne, können solche Werke auch anspruchsvoll sein, vor allem was die Passform anbelangt. Ich habe es bis jetzt leider noch nicht geschafft, das ein Pullover auf Anhieb passte. Obwohl ich fleißig Maschenproben stricke, sie einweiche, trockne und herumrechne. Entweder werden die Strickstücke zu lang oder zu kurz, zu eng oder zu weit, vor allem verändern sie sich nach der ersten Wäsche dann meist noch in einer Weise, die ich nicht vorhersehen konnte. Also muss ich selbst bei simplen glatt rechts gestrickten Pullovern oftmals gnadenlos ribbeln und neu stricken und scheitere vielleicht auch deshalb jedes Mal, weil ich es immer perfekt auf den Zentimeter haben möchte. An etwas so Kompliziertes wie einen Fair-Isle-Pullover ist deshalb erst mal nicht zu denken! Als nächstes möchte ich mal versuchen, etwas mit Raglanärmeln zu stricken. Das habe ich auch noch nie gemacht.
Das Anspruchsvollste, woran ich bisher gestrickt habe, das sind meine Aran- und Zopfmusterprojekte. Da gibt es immer viel zu bedenken und zu berechnen und immer auch zu ribbeln, damit es am Ende hinkommt. Dazwischen stricke ich immer wieder mal gerne Pullover in glatt rechts. Da ich mich aber noch nicht genügend auskenne, können solche Werke auch anspruchsvoll sein, vor allem was die Passform anbelangt. Ich habe es bis jetzt leider noch nicht geschafft, das ein Pullover auf Anhieb passte. Obwohl ich fleißig Maschenproben stricke, sie einweiche, trockne und herumrechne. Entweder werden die Strickstücke zu lang oder zu kurz, zu eng oder zu weit, vor allem verändern sie sich nach der ersten Wäsche dann meist noch in einer Weise, die ich nicht vorhersehen konnte. Also muss ich selbst bei simplen glatt rechts gestrickten Pullovern oftmals gnadenlos ribbeln und neu stricken und scheitere vielleicht auch deshalb jedes Mal, weil ich es immer perfekt auf den Zentimeter haben möchte. An etwas so Kompliziertes wie einen Fair-Isle-Pullover ist deshalb erst mal nicht zu denken! Als nächstes möchte ich mal versuchen, etwas mit Raglanärmeln zu stricken. Das habe ich auch noch nie gemacht.
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