Dienstag, 29. April 2008

Die verstrickte Dienstagsfrage 18/2008

Unser liebes Wollschaf möchte diese Woche wissen: Schon zum zweiten Mal habe ich in verschiedenen Blogs gelesen, dass Wollkäufe vor dem Ehemann verheimlicht werden. Mich würde interessieren: Weiß Euer Mann, welche Menge an Wolle Ihr gehortet habt? Wie schmuggelt Ihr Neuzugänge ins Haus, und wo sind die geheimen Lager?

Da Ich keinen Ehemann habe, gibt es auch nichts zu verstecken. Selbst wenn ich einen hätte: meine Wollvorräte erstrecken sich bislang nur auf die Reste von bereits gestrickten Pullovern. Ich gehöre nämlich nicht zu denen, die Wolle horten. Wenn ich welche kaufe, verstricke ich sie auch. Wolle um der Wolle wegen zu lagern, auf die Idee bin ich bis jetzt noch nicht gekommen. Aber für die Wollreste habe ich schon mal leere Kartons unten im Keller deponiert, denn seitdem ich wieder stricke, sammeln sich diese langsam aber sicher an. Und ich rechne in absehbarer Zeit damit, dass meine Kapazitäten in der Wohnung nicht ausreichen werden, um die übrig gebliebenen Knäuel alle unterzubringen. Und ich muss gestehen: von den Wollresten kann ich mich einfach nicht trennen.

Dienstag, 22. April 2008

Die verstrickte Dienstagsfrage 17/2008

Hallo liebes Wollschaf, mir ist heut morgen, beim Einpacken meines Strickzeugs für die Mittagpause folgende Frage eingefallen:Wie verpackt ihr euer Strickzeug, wenn ihr es mit nehmt? Wie sorgt ihr dafür, dass die Nadeln nicht rausrutschen, abbrechen oder sich durch Innenfutter oder Taschenwand bohren?

Normalerweise stricke ich nur zuhause und lasse mein Strickzeug wenn ich auf Reisen bin da. Als ich jetzt eine Woche weg war, habe ich diese Regel mal gebrochen und meinen angefangenen Pullover einfach komplett mit allen Knäueln in eine große Plastiktüte gepackt und ins Auto getan. Und alles kam heile am Urlaubsort an und wieder zurück.

Montag, 21. April 2008

Moin moin



Ich bin wieder da nach einer Woche Ostsee. Ich habe in Travemünde meinen Opa besucht. Er hatte seinen 93. Geburtstag und ist dort im Pflegheim. Meine Vorfahren väterlicherseits stammen aus Travemünde. Ich bin also ein halbes Nordlicht. Geografisch trennen mich jedoch mehr als 600 Kilometer von der Küste, weswegen ich nur einmal im Jahr dort bin.

Das Strickzeug ist zwar mitgereist, wurde aber kein einziges Mal hervorgeholt. Also gibt es nichts zu zeigen.

Dafür habe ich auf der Vorderreihe, der Flaniermeile von Travemünde, so ziemlich am Ende der Straße ein schönes kleines Lädchen entdeckt, das es erst seit einem Jahr gibt: Frau Wolle heißt es und man kann dort Selbstgestricktes kaufen.

Donnerstag, 10. April 2008

Verena Stricken

Mich würde mal interessieren, was Ihr von der Zeitschrift Verena Stricken haltet.

Inzwischen lohnt es sich meiner Meinung nach nämlich nicht mehr, dort hineinzuschauen. Die Modelle sind größtenteils einfach grässlich und nicht tragbar. Bin ich mit dieser Ansicht allein? Ich finde es sehr schade, denn ich habe die Verena früher wirklich gerne gekauft und stöbere gerne mal in älteren Ausgaben.

Auf die Website kann man momentan auch nicht schauen, weil sie umgebaut wird.


Im Internet habe ich zudem entdeckt, dass die Verena eingestellt werden sollte. Das war im letzten Jahr. Ehrlich gesagt habe ich sie auch seit Monaten nicht mehr im Zeitschriftenhandel gesichtet. Gibt es sie überhaupt noch?

Mittwoch, 9. April 2008

Wie man aus Fehlern lernen kann

Ich habe schon wieder Ärger mit dem weißen Zopfmusterpullover, dessen Rückenteil ich schon fertig habe. Nach dem Waschen dieses einen Teiles ist es um etwa zehn Zentimeter länger geworden und hat auch in der Breite etwas nachgegeben. Jetzt muss ich noch einmal ein paar Reihen auftrennen um es zu kürzen. Und hoffentlich wird es nicht noch breiter!

Manchmal denke ich wirklich ich bin zu doof zum Stricken! Zumal ich die Wolle schon einmal komplett verstrickt hatte und das Werk komplett wieder aufgetrennt habe. Ich habe diesmal auch eine Maschenprobe gemacht, sie in Wasser eingeweicht und dann abgemessen. Allerdings nur in der Breite und nicht in der Höhe. Ich bin irgendwie frustriert, weil es nicht so klappt wie es sollte.

Dienstag, 8. April 2008

Glück gehabt!

Ich hatte ja eben in meinem Blog geschrieben, dass ich auf der Suche nach dem Buch „Pullover für Wind und Wetter“ von Sabine Domnick bin. Jetzt habe ich es relativ bezahlbar bei Amazon bekommen, und zwar für 25 Euro. Was bin ich glücklich! Jetzt warte ich sehnsüchtig auf die Lieferung.

Die verstrickte Dienstagsfrage 15/2008

Das Wollschaf möchte diese Woche folgendes wissen: Habt ihr täglich etwas Selbstgestricktes an? Wieviele selbstgestrickte Teile habt ihr schon gleichzeitig angehabt, also Schal, Mütze, Handschuhe, Socken, Pulli usw.

Die Frage beschäftigt mich jeden Tag aufs Neue, denn ich trage eigentlich gar nichts Selbstgestricktes, bin aber täglich mit den Nadeln zugange. Die Pullover, die ich bislang fertig gestellt habe, liegen bei mir im Schrank und warten auf ihren Einsatz.

Neuzugänge


Ich habe mir wieder mal Strickbücher aus meiner Wunschliste gegönnt und zwar diese beiden auf Englisch über traditionelles Stricken: (Obwohl ich des Englischen nur begrenzt fähig bin. Aber leider gibt es nicht viele deutsche Strickbücher.) Und zwar sind das von Gladys Thompson „Pattern for Guernseys, Jerseys & Arans. Fishermen`s Sweaters from the British Isles“ und „Traditional Aran Knitting“ von Shelagh Hollingwort. Die Titel der Bücher haben mich neugierig gemacht, da ich mich sehr für historisches Stricken interessiere. Inzwischen bin ich auch ein Fan von klassischen Guernseys geworden.

Die Bücher sind schon vor einigen Jahrzehnten aufgelegt worden. Das erste ist aus dem Jahre 1971 und das zweite aus 1982. Was ich etwas seltsam finde: dass man sie immer noch kaufen kann, während es andere schöne Bücher nur ein paar Monate im Buchhandel gibt und wenn man nicht sofort zugreift, kann man sie nur noch teuer über das Antiquariat oder gar nicht mehr beziehen.

Das Buch von Gladys Thompson beinhaltet traditionelle Guernsey-Projekte, wie sie damals tatsächlich von den Fischern getragen wurden. Guernseys sind Muster, die ausschließlich aus rechten und linken Maschen gestrickt sind, üblicherweise aus dunkelblauer Wolle. Das Buch ist etwas altmodisch und gewiss nicht jedermanns Geschmack. Aber wer sich für historische Muster interessiert, entdeckt darin viel Schönes. Nur die Arans darin finde ich nicht so gelungen.

Dafür wurde ich in dem Buch von Shelagh Hollingwort fündig. Es besteht aus zwei Teilen. Zuerst werden jede Menge Aran-Muster vorgestellt. Arans bestehen übrigens aus Zöpfen und Verkreuzungen und werden traditionell aus wollweißem Garn gestrickt. Im zweiten Teil gibt es ganze Projekte, die ich aber so heute nicht mehr nachstricken würde – sie sind zu altmodisch. Aber wer Arans selbst entwerfen möchte, für den kann das Buch ganz interessant sein.

Ich hatte mir auch noch das Buch „Cables, Diamonds & Herringbone: Secrets of Traditional Fishermen`s Sweaters“ von Sabine Domnick bestellt und dann herausgefunden, dass es nur die englische Ausgabe von „Pullover für kalte Tage“ ist. Also ging es wieder zurück. Noch immer bin ich auf der Suche nach dem Buch „Pullover für Wind und Wetter“ von der gleichen Autorin. Bis jetzt hatte ich noch kein Glück. Bei Amazon war ein Exemplar angeboten worden, allerdings war mir der Preis etwas zu hoch – er betrug fast das Doppelte des Originalpreises. Bei eBay habe ich zwar eine Suchanzeige aufgegeben, bis jetzt aber keine Nachricht erhalten.

Samstag, 5. April 2008

Fortschritte

Hier gibt es was zu sehen: das Rückenteil meines weißen Zopfmusterpullovers ist fertig. Es hat sehr viel Freude gemacht wieder mal Muster zu stricken, nach zwei Pullovern glatt rechts. Die Wolle ist die dicke Sockenwolle vom Finkhof. Lauflänge 150 Meter pro 150 Gramm. Sie ist schön warm und kratzt nicht.

Dienstag, 1. April 2008

Projekt 1/2008


Endlich ist er fertig, der glatt rechts gestrickte Pullover für meinen Vater aus der Merino-Wolle von der Hamburger Wollfabrik.

Aber ich war erst mal alles andere als glücklich mit dem Ergebnis. Aus einem unerfindlichen Grunde passten die Teile nicht zusammen beim Zusammenhäkeln. (Ich verbinde die gestrickten Teile immer mit der Häkelnadel, dazu nehme ich die Randmaschen auf.) Also habe ich die Teile einfach aufeinander gelegt und mehr zusammen geschustert als zusammen genäht. Das sah – natürlich - absolut schäbig aus. Also habe ich noch mal alle Nähte aufgetrennt. Bis mir die geniale Idee kam, einfach beim Zusammenhäkeln ein paar Maschen zu überspringen, so dass es passte.

Jetzt bin ich glücklich mit dem Ergebnis, obwohl das Stricken nicht unbedingt die helle Freude war. Erst mal das Musterlose. Beim ersten Pulli, den ich ebenfalls glatt rechts für meinen Bruder gestrickt habe, ging es ja noch. Beim zweiten – den für meinen Vater - habe ich mir geschworen, in Zukunft nur noch Muster zu stricken. Es war einfach zu langweilig so. Dann die Wolle: da sie sechsfädig gespult war, hatte ich immer sehr darauf zu achten, dass ich die Fädchen auch alle erwische beim Stricken. Also habe ich beschlossen, dass ich diese Wolle nicht mehr nehmen werde, obwohl sie schön weich ist.

Die verstrickte Dienstagsfrage 14/2008

Das Wollschaf fragt heute: Wenn Ihr Eure Modelle selber entwerft, entwerft Ihr diese dann erst am Schreibtisch oder während des Strickens?"

Ich entwerfe meine Modelle immer erst auf dem Papier, bevor ich beginne zu stricken. Dann folgt eine Maschenprobe – ohne geht gar nicht-, nach der ich dann den Maschenanschlag berechne. Darauf hin lege ich los.

Allerdings kann es sein, dass mir während des Strickens eine neue Idee kommt. Die verwirkliche ich dann in meinem nächsten Projekt.