Mittwoch, 5. August 2009

Herbstzauber

Zur Zeit stricke ich lieber Strümpfe und kaum etwas an einem größeren Projekt. Da ist irgendwie die Luft raus.

Ich habe diese Socken "Herbstzauber" genannt, weil die Farben mich an buntes Laub erinnern. Auf dem Knäuel fand ich die Wolle von Regia noch nicht so toll, aber verstrickt ist sie einfach wunderbar, weil die Farben so harmonieren und die Musterung schön dezent ist. Es sieht fast aus wie mit Pflanzenfarben gefärbt.
Die Socken sind für eine Freundin meiner Mutter bestimmt, die sie sich für den Garten gewünscht hat. Ich möchte aber auch so ein Paar für mich selber haben. Passen toll zur Jeans!
Für das Muster habe ich 68 Maschen angeschlagen und den Schaft mit drei Maschen rechts und einer Masche links gestrickt.
Hier gibt es übrigens noch andere schöne Farben zu bestellen.

Garn: Regia Mosaik Color, Farbe 5568 "Nepal" (75% Schurwolle, 25% Polyamid), LL 210m/50g
Verbrauch: 86 Gramm
Nadeln: Nadelspiel 2
Größe: 40

Dienstag, 4. August 2009

Gutes altes Stück

Dieses einfache aber ungemein praktische Gerät ist seit neuestem meines. Meine Mutter hat es mir überlassen, weil sie selber es nicht mehr braucht.

Man kann damit wunderbar aus Wollknäueln Stränge machen (zum Waschen oder Färben) und aus Strängen wieder Wollknäuel. Bis jetzt habe ich die Stränge immer um meine Knie gelegt und so gewickelt – die Wolle hat sich oft verfitzt und ich hab geflucht, weil es dann ewig gedauert hat, bis ich die Knoten wieder entwirrt hatte. Je dünner die Wolle, desto schlimmer war es.
Die Wollhaspel stammt übrigens noch aus DDR-Zeiten, ich weiß gar nicht, ob man dieses Modell heute noch findet.

Donnerstag, 23. Juli 2009

Norwegersocken

Ich weiß gar nicht, warum man solche grau-weiß-melierten Socken auch Norwegersocken nennt. Sie sind ja gar nicht nach Art des Landes gemustert. Ich kenne sie noch von früher. Sie waren immer sehr grob und dick und so konnte man sie zuhause anstelle von Hausschuhen tragen. Diese hier sind für meinen Vater zum Geburtstag.

Ich hab sie für ein Foto mal selber übergezogen. Das Muster ist sehr einfach: 1. R: 2 M re, 2 M li; 2. R alle M re; 1. u. 2. R immer wiederholen. So entstehen krause Rippen.

Als ich die Wolle im Laden gesehen habe, war ich sehr gespannt, wie sie verstrickt aussieht. Sie ist nämlich grau bedruckt und nicht wie gedacht aus einem weißen und einem grauen Faden verzwirnt. Aber das Ergebnis nach dem Stricken ist das gleiche wie bei klassischer melierter Wolle.


Garn: Lana Grossa Meilenweit Special „Marmi“, Farbe 4 (80% Schurwolle, 20% Polyamid), LL ca. 210m/50g
Verbrauch: nicht ganz 100 Gramm
Nadeln: Nadelspiel 2
Größe: 43

Freitag, 17. Juli 2009

Zünftig

Nein, ich lebe nicht in Bayern und trage auch keine Tracht, aber dieses Buch ist wieder mal eines der Bücher, die ich unbedingt haben musste! Entdeckt habe ich es durch eine Bekannte, die mir vor einiger Zeit ein paar Kopien daraus geschickt hat. Ich fand die Aufnahmen so schlicht und schön und einige der Modelle wirklich wunderbar zum Nachstricken. Also habe ich mich im Internet aufgemacht und es schließlich bei Ebay für nur einen Euro ersteigert.

Das Buch „Trachten selbermachen: Stricken, Nähen, Sticken“ ist übrigens aus dem Jahre 1986. (In den Achtzigern gab es wirklich noch tolle Strickbücher!) Es enthält zum Glück zu mehr als zu zwei Dritteln Strickanleitungen für Jacken und Westen – für Frauen, Männer und Kinder. Der Rest sind Anleitungen zum Nähen von Dirndln. Die meisten Frauenjacken sind mir zwar zu rüschig und altbacken – aber diese beiden finde ich schön.

Vor allem kommt das Muster mit der weißen Wolle wunderbar zur Geltung. (Aufs Bild klicken, um es größer zu sehen!)

Die Männersachen kann man auch heute noch stricken und tragen, so wie diese hellgraue Weste oder die grüne Jacke.


Bei einigen Modellen sind auch noch die passenden Strümpfe zur Tracht beschrieben. Alles in allem ein guter Kauf - ich würde mich auf keinen Fall wieder von diesem wirklich schönen Buch trennen!

Dienstag, 7. Juli 2009

Die verstrickte Dienstagsfrage 28/2009

Wie stellst Du Dir das ideale Strickbuch vor? Mal abgesehen davon, daß einem möglichst viele Modelle gefallen sollten: Was ist Dir noch wichtig? Wärst Du bereit, für eine höhere Qualität (Einband, Papier, Format etc.) auch einen höheren Preis zu bezahlen?
Herzlichen Dank an Tina und das Wollschaf für die heutige Frage!

Nach einigem Überlegen komme ich zu folgendem Schluss: eigentlich ist der Inhalt eines Buches das entscheidende Kriterium, es auch zu kaufen. Egal wieviel Geld man dafür hinlegen muss. Da tut es zur Not auch eine einfache Broschüre. Eigentlich. Aber schöner ist es natürlich, wenn das Buch gebunden ist, einen ansprechenden Schutzumschlag hat und innen übersichtlich gestaltet ist, mit schönen bunten Bildern, einleuchtenden Anleitungen etc. An dieser Stelle muss ich gestehen, dass ich schon einige Male auf einen tollen Einband hereingefallen bin und der Inhalt sich dann als eher dürftig herausgestellt hat. Dann wiederum besitze ich Bücher, die sind wirklich arg unübersichtlich, besitzen schlechte bis gar keine Fotos, stellen aber inhaltlich enorme Schätze dar, die liebe ich am meisten, vielleicht gerade weil sie so unvollkommen sind!

Mittwoch, 1. Juli 2009

Jetzt wird`s bunt!

Ich selber hab`s ja nicht so mit solchen bunten Farben, aber diese Strümpfe sind auch nicht für mich bestimmt, sondern für eine liebe Freundin und sie sind schon unterwegs zu ihr nach Bayern.

Mit dem Stricken habe ich mich ein wenig schwer getan, da ich die Strümpfe zwischendurch nicht probieren konnte – dafür wohnt meine Freundin einfach zu weit weg. Also habe ich mir ihre Maße geben lassen und es so versucht. Ich habe 80 Maschen angeschlagen, 30 Reihen Bündchen gestrickt (3 re, 1 li) und dann weiter in glatt rechts. Dabei habe ich 8 mal je eine Masche in jeder 4. Reihe abgenommen (jeweils auf der 4. Nadel die 3.- und 2. letzte Masche überzogen zusammengestrickt und auf der 1. Nadel die 2. und 3. Masche rechts zusammengestrickt), bis ich nur noch 64 Maschen auf den Nadeln hatte. Der Schaft ist insgesamt 120 Reihen hoch. Zum Vergleich: für Größe 40 stricke ich meist nur 100 Reihen in der Höhe bei gleicher Lauflänge der Wolle. Ich versuche nämlich immer die Wollknäuel bis zum Ende auszunutzen und so zu stricken, dass nur wenig Wolle übrig bleibt. Und da meine Freundin Schuhgröße 37 hat, konnte ich die Strümpfe mit etwas längerem Bein machen als bei meinen eigenen. Ich hätte sogar noch ein paar Reihen mehr stricken können. Jetzt bin ich sehr gespannt, ob sie auch passen und gefallen!

Garn: Sockenwolle von Mäc-Geiz bunt bedruckt (75% Schurwolle, 25% Polyester), LL 210m/50g
Verbrauch: nicht ganz 100 Gramm
Nadeln: Nadelspiel 2
Größe: 37
Muster: eigener Entwurf

Dienstag, 9. Juni 2009

Die verstrickte Dienstagsfrage 24/2009

Habt ihr ein Lieblingsgarn? Wenn ja, welches und warum?
Vielen Dank an Tanja und an das Wollschaf für die heutige Frage!

Ich mag am liebsten reine Wollen in ihren natürlichen Farben und so wenig wie möglich industriell behandelt.

Allerdings bin ich, seitdem ich Socken stricke, einen Kompromiss eingegangen und akzeptiere die 20 bis 25 Prozent Polyester, die bei den meisten industriellen Garnen beigemischt sind. Ich meine, den Poly-Anteil spürt man beim Tragen gar nicht. Hier kommt es mir vor allem auf die Haltbarkeit an, die Strümpfe werden ja viel mehr beansprucht als beispielsweise ein Pullover und ich fürchte, dass reine Schurwolle oder Wolle mit Bambus oder Seide sich einfach sehr schnell durchlaufen. Aber eine bevorzugte Marke kann ich noch nicht nennen, da muss es erst wieder Winter werden und die diversen schon fertiggestellten Strümpfe einem Tragetest unterzogen werden.

Bei Pullovern habe ich noch nicht so viele unterschiedliche Garne verstrickt, deshalb kann ich auch hier kein Lieblingsgarn angeben. Ich denke aber, dass mir von den Naturfasern vor allem Shetlandwolle und möglichst naturbelassene reine Schurwolle behagen. Dabei macht es mir nichts aus, wenn die Wolle etwas härter und kratziger ist. Ich glaube, mit Baumwolle oder Seide werde ich mich nie anfreunden, ich stricke lieber warme und kuschelige Winterpullover als sommerlich-leichte Teile.

Dienstag, 19. Mai 2009

Die verstrickte Dienstagsfrage 21/2009

Meine Frage gliedert sich in mehrere Teile:
1.Was macht ihr, wenn ihr ein Garn mit einem oder mehreren Knoten im Knäuel erworben habt? a) zähneknirschend das Garn verarbeiten? b) Im Blog andere Strickende darauf hinweisen und die Herstellerfirma verfluchen? c) Beim Laden/Onlineshop Beschwerde einreichen und ggf. Ersatz einfordern? d) Direkt an die Herstellerfirma schreiben, mailen, telefonieren? e) eine Kombination aus mehreren Antworten?
2.Wie geht ihr mit den Knoten um - bzw. wie verarbeitet ihr generell Knäuelanfang und -ende? a) Knoten aufknüppern oder abschneiden und die Enden vernähen? b) Knoten lassen und irgendwie mitstricken? c) Knoten aufmachen und selbst bombenfest verknoten, dann mitstricken?
Herzlichen Dank an Michaela und das Wollschaf für die heutige Frage!

Mir ist es schon ab und zu passiert, dass ich einen Knoten im Wollknäuel hatte oder eine andere fehlerhafte Stelle. Bis jetzt habe ich das immer einfach so hingenommen, geärgert hat mich das nicht besonders. Deshalb würde ich mich darüber auch eher nicht beim Hersteller oder Verkäufer beschweren - habe ich auch noch nie gemacht, weil ich denke, dass das schon mal vorkommen kann. Aber wenn sich solche Dinge bei einem Garn häufen würden, also beispielsweise in jedem Knäuel mehrere Knoten wären, würde ich mich wahrscheinlich am ehesten an den Hersteller wenden und ihn auf das Problem hinweisen. Vielleicht bekommt man ja was Schönes als Entschuldigung dafür...

Wenn sich ein Knoten in der Sockenwolle befindet, dann stricke ich diesen einfach mit und ziehe die Fadenenden auf die Innenseite. Wenn ich ein neues Knäuel anfangen muss, mache ich auch einen Knoten. Beim Pulloverstricken verfahre ich aber anders, da es dort ja Ränder gibt. Ich lasse den Faden immer am Rand auslaufen und beginne dort mit dem neuen Faden, so dass die Fadenenden an der Seite sind und ich sie später in der Naht verstechen kann. Früher habe ich die Knoten wie bei den Socken mitgestrickt, das mache ich aber nicht mehr, weil ich die andere Lösung einfach geschickter und schöner finde.

Mittwoch, 29. April 2009

Rae Compton/Irmgard Gierl: Stricken wie in alten Zeiten

Dieses Buch habe ich zufällig beim Stöbern im Internet entdeckt und bei dem Ebay-Händler "Schöne Handarbeitsbücher" für 17,99 Euro gekauft. Wie ich schon geahnt habe, ist es die deutsche Übersetzung von Rae Comptons Buch "The Complete Book of Traditional Knitting". Es ist schon etwas älter, nämlich aus dem Jahre 1987. Das englischsprachige Original besitze ich schon - ich habe es bereits in meinem Blog vorgestellt.

Es handelt sich um ein Geschichtsbuch, das sich mit der Entstehung und den verbreiteten Techniken des Strickens in den verschiedenen Kulturen Europas beschäftigt. Es enthält zahlreiche Musterbeispiele und im letzten Kapitel einige Anleitungen für Pullover, Westen, Handschuhe, Tücher, eine Mütze und Strümpfe. Zu bemängeln habe ich lediglich, dass es nur für die Hälfte dieser Strickanleitungen Fotos gibt. Bei der anderen Hälfte muss man sich aus den vorhandenen Angaben zusammenreimen, was man da nachstrickt.

Trotzdem liebe ich das Buch sehr, weil man darin viel Interessantes rund ums traditionelle Stricken erfahren kann. Ich finde, es eignet sich gut als Einstieg für jemanden, der sich zum ersten Mal mit der Historie des Strickens beschäftigen möchte.

Samstag, 11. April 2009

Zopfmustersocken zum zweiten

Diese Socken habe ich mir dank Eurer guten Ratschläge nochmal hergenommen und bis zum Schaft aufgetrennt. Dann habe ich bei den Fersen und der Sohle einfach je Zopf 2 Maschen zusammengestrickt, so dass ich am Ende immer nur noch 16 Maschen für die glatt rechts gestrickten Teile des Strumpfes auf den Nadeln hatte. Das gleiche habe ich bei den Fußspitzen getan. Es macht schon einen Unterschied, ob man 72 oder nur noch 64 Maschen strickt. Jetzt passen die Strümpfe auf jeden Fall besser und ich bin zufrieden. Perfekt wäre es aber gewesen, wenn ich den linken Strumpf gegengleich zum rechten verzopft hätte, also einmal nach vorn und einmal nach hinten. Beim nächsten Mal dann...

Donnerstag, 2. April 2009

Socken mit Zopf 4/2009

Diese Strümpfe sind für mich und sie passen diesmal gleich beim ersten Anlauf perfekt. Ich hoffe nur, dass die Wolle beim Waschen nicht noch eingeht, damit sie am Ende nicht doch zu kurz werden. Ich habe seitlich einen doppelten Zopf gestrickt, der im Bündchen beginnt und bei der Fußspitze endet. Ursprünglich wollte ich den Zopf nur seitlich am Schaft verlaufen lassen, fand es dann aber schöner, ihn auch noch am Fuß fortzuführen. Ich mag die braune Farbe sehr, leider habe aber davon nur ein einziges Knäuel gekauft. Jetzt bin ich erst mal auf der Suche nach anderen schönen Brauntönen für weitere Strümpfe.

Garn: Sockenwolle von Woolworth in braun (75% Schurwolle, 25% Polyester), LL 345m/100g
Verbrauch: nicht ganz 100 Gramm
Nadeln: Nadelspiel 2
Größe: 40
Muster: eigener Entwurf

Dienstag, 24. Februar 2009

Socken 2/2009

Diese hier sind fertig geworden und für mich. Und weil heute morgen die Sonne raus kam, konnte ich sogar ein Foto machen. Ich habe auf ein kompliziertes Muster verzichtet, weil es bei der schwarzen Wolle gar nicht zur Geltung gekommen wäre. Also habe ich den Schaft in einem einfachen Rippenmuster gestrickt: drei Maschen rechts, eine Masche links im Wechsel. Für den Fußteil habe ich dann allerdings nur noch rechte Maschen genommen. Die Strümpfe passen perfekt und zwei neue Paare sind schon in Arbeit.

Garn: Sockenwolle von Woolworth (75 % Schurwolle, 25 % Polyester), 345m/100g

Verbrauch: ca. 100 Gramm
Nadeln: 2
Größe: 40
Muster: über 68 M, 3 M re, 1 M li

Samstag, 7. Februar 2009

Das große Strick- und Häkelbuch von Schachenmayr

Bei booklooker bin ich auf dieses Buch gestoßen, es kostete nur noch 6 Euro und ich dachte, weil es schon etwas älter ist (aus dem Jahre 1982), dass es vielleicht tolle Schätze beinhaltet. Ich bin aber ein bisschen enttäuscht. Zum einen gibt es nur ganz wenige Ausführungen zur Technik des Strickens. Für einen Anfänger sind das viel zu wenig Erklärungen und ein Profi lernt leider nichts Neues dazu. Das Buch enthält stattdessen eine einigermaßen umfangreiche Mustersammlung. Leider sind die Muster nur in Schwarz-weiß fotografiert, so dass es etwas schwierig ist, sie zu erkennen. Die Muster reißen mich auch nicht vom Hocker, es ist nichts dabei, was ich nicht schon anderswo gesehen hätte.

Zum Häkelteil, der die andere Hälfte des Buches ausmacht, kann ich nicht viel sagen, weil ich nicht häkle. Mir scheint es aber, dass dieser Teil viel besser und interessanter ist.

An dieser Stelle wollte ich Euch mal zeigen, nach welchem Buch ich stricken gelernt habe:

Dieses Lehrbuch von Burda aus dem Jahre 1983 ist zwar auf den ersten Blick etwas unübersichtlich bis chaotisch gestaltet, doch es ist unglaublich, was es an Tipps und Tricks enthält. Es ist mit Wissen nur so vollgestopft und mit viel Liebe zum Detail gemacht. Auch wenn es etwas altmodisch ist, ich benutze es noch immer sehr oft. Ich erinnere mich noch genau, wie ich danach meine ersten Socken und Zopfmuster gestrickt habe.

Besonders angetan hat es mir der Teil, in dem die Norwegertechnik vorgestellt wird. Dort sind wundervolle traditionelle Muster enthalten, leider nicht für Socken, sondern nur für Schals, Mützen und vor allem Handschuhe. Besonders schön sind auch die Muster zur Spitzenstrickerei, einfach schön zum Anschauen, da ich mir ja keine Tischdecken stricken würde.

Dienstag, 3. Februar 2009

Meine ersten Socken

Es ist schon einige Jahre her, dass ich Socken gestrickt habe. Beigebracht habe ich mir das damals mit Hilfe meines vielgeliebten alten Burda-Strickbuches. Jetzt habe ich kurzentschlossen einen Sockenworkshop mitgemacht und dort unter anderem die Bumerangferse und Bandspitze gelernt. Ich kannte bislang nur die Käppchenferse - finde die neue Fersenform aber um vieles schöner, so dass ich sie nur noch so stricken werde. Es hat zwar etwas gedauert, bis ich das Prinzip verstanden habe, aber wenn man erst mal dahinter gekommen ist, geht es ganz leicht!

Und jetzt kann ich gar nicht mehr aufhören, Socken zu stricken! Es macht einfach Spaß mit fünf Nadeln zu arbeiten und nach relativ kurzer Zeit ein fertiges Ergebnis in den Händen zu halten. Nachdem ich mit dem einfachen Rippenmuster geübt habe, und mit dem Ergebnis zufrieden bin, möchte ich mich nun auch an kompliziertere Muster wagen und habe auch schon einige Ideen. Mit Sockenwolle habe ich mich in der Zwischenzeit auch eingedeckt, so dass weiteren Projekten nichts mehr im Wege steht!

Garn: Milano Sockenwolle (70% Schurwolle, 20% Seide, 10% Ramie), 210m/50g
Verbrauch: fast 100 Gramm
Nadeln: 2,25
Muster: 64 M; 2 M re, 2 M li

Montag, 12. Januar 2009

Bayerischer Janker

Mein bayerischer Janker ist fertig und hier ist die Anleitung dazu:

Maschenprobe Nd. Nr. 4,5 kraus rechts
10 x 10 cm = 16 M x 30 R

Rückenteil:
93 M anschl,
1. R.: 46 M re, 1 M li, 46 M re str,
2. R.: 46 M re, 1 M re und 46 M re str
die 1. u. 2. R stets wiederholen
Ab der 126. R für Armausschnitte abk und zwar in jeder 2. R 1 x 7 M, 1 x 2 M und 2 x 1 M sowie in der 4. R 1 x 1 M., insgesamt 12 M.
Ab der 199. R für Schulterschrägung abk und zwar in jeder 2. R 3 x 7 M, insgesamt 21 M
In der 205. R die restlichen 27 M abk

Rechtes Vorderteil:
49 M anschl
In der 4. R 1 x 2 und in der 8. R 1 x 1 M zun, um eine abgerundete Kante zu erreichen = 52 M
In der 126. R für die Armausschnitte wie beim Rückenteil abk
In der 177. R für Halsausschnitt abk und zwar in jeder 2. R 1 x 9 M, 1 x 3 M, 1 x 2 M und 3 x 1 M, dann in jeder 4. R. 2 x 1 M abk, insgesamt 19 M
In der 200. R in jeder 2. R 3 x 7 M für Schulterschrägung abk, insgesamt 21 M

Linkes Vorderteil:
49 M anschl
Für die abgerundete Kante in der 3. R 1 x 2 M und in der 7. R 1 x 1 M zun
Für die 6 Knopflöcher ab der 19. R in jeder 30. R die 5. und 4. M vor dem Reihenende abketten und dort in der nächsten Reihe erneut 2 M aufnehmen
Gegengleich zum rechten Vorderteil str

Ärmel:
40 M anschl
In jeder 6. R je 1 M zun für die Ärmelschrägung bis zur 120. R
Ab der 136. R abk für Armkugel und zwar in jeder 2. R 1 x 5 M, 1 x 3 M, 1 x 2 M, dann in jeder 4. R. 1 x 2 M, 7 x 1 M
Ab 184. R in jeder 2. R 3 x 2 M, 1 x 3 M und 1 x 5 M abk, in der 194. R alle restl. M abk

Fertigstellung:
Die Nähte schließen und alle Kanten mit festen Maschen umhäkeln. Knöpfe annähen.
Die Knöpfe habe ich übrigens beim Knopfparadies übers Internet bestellt. Die waren sehr nett da und ich kann sie wärmstens weiterempfehlen.