Mittwoch, 23. April 2014

Wool People 7



Die neueste Kollektion von Brooklyn Tweed ist erschienen und wieder einmal regt sie zum Träumen an. Die sanften oder auch kräftigen Farben der Brooklyn Tweed-Garne, die wirklich stilvollen und puristischen Entwürfe, einfach nur schön... Diese vier Modelle gefallen mir am besten:


Ivar von Anne Hanson


Merle von Amy Christoffers

 
Halligarth von Gudrun Johnston

 
Nimbus von Dawn Catanzaro
 
Hier gehts zum Lookbook. Und hier könnt Ihr die Modelle bei Ravelry ansehen und erwerben.

Samstag, 19. April 2014

Frohe Ostern!



Allen meinen Leserinnen danke ich für die Treue und wünsche ein paar entspannte Feiertage und viele kreative Stunden!

Freitag, 18. April 2014

Grit



Darf ich vorstellen? Dies ist mein neuer Schlachschal, zu dem mir einfach kein passender Name einfallen wollte, bis ich auf Grit kam. Ich kenne zwar keine Grit in meinem Umkreis, finde den Namen aber sehr schön. Die Wolle ist das Ergebnis eines Anfalls von Ribbellust und stammt von meinem Pelham Bay Cowl. Diesen mochte ich einfach nicht tragen, weil er sich durch das glatt rechte Gestrick so gerollt hat, dass stets die linken Maschen sichtbar waren, was mich störte.


Nun habe ich einfach das Muster von Bram übernommen, das geht wie folgt:
1. Rd.: 3 M re, 1 M li
2. Rd.: 1 M li, 1 M re, 2 M li
So entsteht ein rippenähnliches Muster, das vorn und hinten gleich ausschaut. Perfekt!

Tragefotos Cobblestone



Hier nun wie versprochen mein Cobblestone-Sweater an der Frau. Es ist ein absolutes Lieblingsteil, auch wenn die Wolle extrem kratzig ist. Gut geeignet für tiefe Temperaturen! Das Garn ist eines der ältesten in meinem Stash. Ich habe es gekauft, als ich wieder mit dem Stricken begonnen habe und hatte keine großen Ansprüche an den Tragekomfort und auch zu wenig Erfahrung. Wenn ich mich recht erinnere, stammt es von einer Schäferei mit dem Namen Schepers. Leider gab es keine Banderole dazu und auch die Adresse ist mir verloren gegangen. Wahrscheinlich existiert die Schäferei schon nicht mehr. Ich würde die Wolle auch keinem empfehlen. Nur der Farbton ist wunderbar, ein leicht meliertes Grau, naturbelassen.

Mittwoch, 16. April 2014

Die verstrickte Dienstagfrage 16/2014

Das Wollschaf fragt diese Woche: Seid Ihr schon mal so richtig ausgeflippt, weil es mit einer Anleitung/einem Muster/einer Technik nicht geklappt hat? Habt ihr schon mal in die Stricknadel gebissen oder seid in Tränen ausgebrochen? Was ist Eure Taktik bei "Handarbeitssackgassen"?

Ich bin ein sehr vorsichtiger Mensch, auch beim Stricken. Und so gehe ich mit Vorsicht an meine Projekte heran. Das heißt: Dinge, die wahrscheinlich von vornherein zum Scheitern verurteilt sind, weil ich eine Technik nicht beherrsche, die lasse ich einfach. Behalte sie vielleicht im Hinterkopf, bis ich eines Tages die nötige Erfahrung mitbringe, um sie zu meistern. Bis jetzt hat diese Taktik gut funktioniert. Keine Wutausbrüche, keine Tränen. Und wenn ich auf Anhieb etwas nicht verstehe, gebe ich dem Zeit zu reifen, schaue mich in Ratgebern oder im Internet um und stricke erst mal etwas, das ich sicher kann, um ein kleines Trostpflaster zu haben und neuen Mut zu schöpfen.

Samstag, 12. April 2014

Cobblestone



Heute möchte ich Euch schon mal ein Foto meines Cobblestone Sweaters zeigen. Noch immer warten die Nähte unter den Armen darauf geschlossen zu werden. Wenn das geschehen ist, gibt es auch noch Tragefotos.

Dass ich die Designs von Jared Flood liebe, das wisst Ihr bereits. Dieses hier hat für mich eine ganz besondere Bedeutung, denn es war die allererste Anleitung, die ich bei Ravelry abgespeichert habe. Und es ist eins der ersten Modelle des Designers, die er in seinem Bloggerleben veröffentlicht hat, der Beginn also einer steilen Designerkarriere. Nun habe ich es endlich umgesetzt und es war ein großes Abenteuer, denn ich habe noch nie in Runden gestrickt und hatte die Vorstellung, dass es schwierig sein könnte. Das Gegenteil war der Fall: kinderleicht ist es! Nun gut, ich habe auf die Short Rows verzichtet, dies ist noch das Komplizierteste. Und so passt der Pullover auch besser als mit verlängertem Rückenteil.

Es ist immer wieder ein Wunder, wie klar, präsize und nachvollziehbar die Anweisungen von Jared Flood sind! Ich hatte zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, etwas nicht zu verstehen und improvisieren zu müssen. Und ich habe etwas dazugelernt und finde das Rundenstricken so toll, dass ich schon nach neuen Modellen suche.

Einen kleinen Makel hat der Pullover allerdings: versehentlich habe ich bei der Wolle zwei unterschiedliche Farbpartien verstrickt, was man deutlich erkennen kann. Aber dann sollte das wohl so sein, es stört mich nicht übermäßig und nochmal alles aufribbeln kommt nicht in Frage!

Dienstag, 8. April 2014

Kleine Vorschau

Ich war sehr fleißig und es sind in der Zwischenzeit zwei Sachen fertig geworden. Nur die Fäden müssen noch vernäht werden, dann kann ich sie Euch vorstellen. Das eine ist Cobblestone von Jared Flood, das andere ein Cowl. Zur Zeit habe ich so eine Laune, Dinge, die nicht perfekt sind, auszubessern. Ich mag nichts Neues anfangen, solange da noch Sachen im Schrank liegen, die nie getragen werden, weil etwas nicht passt. Dem Cobblestone ist dieser Janker zum Opfer gefallen, der einfach viel zu groß war. Und da ich Wolle nicht einfach so wegwerfe, habe ich sie einfach wieder verwendet. Und der Cowl, von dem ich geschrieben habe, der ist auch das Ergebnis einer Ribbelaktion und eines Neustarts. So wie er war, hat er mir nicht gefallen, weil er sich immer gerollt hat. Nun habe ich ein Rechts-Links-Muster gestrickt und das Problem so behoben. Und da wären noch die Delicious Knee Socks, deren Bündchen etwas zu fest ist. Ich habe schon geribbelt und mit einer stärkeren Nadel neu angesetzt. Zum Glück waren die Strümpfe von der Spitze an gestrickt, so dass das Ausbessern kein großes Problem ist! Und meine Ishbel, die einfach viel zu groß ist... Das Tuch habe ich nie getragen, jetzt bekommt es eine neue Chance und wird etwas verkleinert. Auch von dem Muster am Rand hätte ich gerne etwas mehr. Und bereit liegt auch schon ein schwarz-grauer Pullover aus Lana Grossa Cool Wool, den ich einst für meinen Bruder gestrickt habe. Er hat ein Löchlein und wird aufgetrennt und neu gestrickt und zwar für mich!

Samstag, 5. April 2014

Clara Parkes: The Knitter`s Book of Socks



Wieder einmal hat ein Buch den Weg zu mir gefunden, bei dem alles stimmte und das mich schon beim ersten Durchblättern fesselte und überzeugte. Es ist aufwändig gestaltet, mit Schutzumschlag und fester Bindung. Das Papier ist fest und matt, die Drucke kommen gut zur Geltung, Text und Bild sind wunderbar aufeinander abgestimmt. Alles so wie ich es mag.


Und der Inhalt? Es geht um Socken, na klar. Aber vergebens sucht man nach Grundtechniken und Know-how. Vielmehr nähert sich die Autorin dem Thema über die Grundlage, den Rohstoff, das Garn also. Sie bespricht die Eigenschaften verschiedener Fasern, die Beschaffenheit des gesponnenen Garns und ihre Tauglichkeit für Socken.


Der zweite Teil des Buches gilt dann 20 Sockenpaaren, die von namhaften Designern wie Cat Bordhi, Cookie A, Norah Gaughan, Anne Hanson, Nancy Bush und Jared Flood entworfen wurden. Den Inhalt könnt Ihr bei Ravelry sehen. Und dies hier ist mein Lieblingspaar: Kensington von Nancy Bush.


Sonntag, 30. März 2014

Bilberry Nr. 2



Neben diesen nun beendeten Socken habe ich auch noch an etwas Größerem gestrickt, das aber noch nicht beendet ist. Deswegen hülle ich mich erst mal in Schweigen (wer weiß, ob dieses Projekt auch gelingt) und zeige Euch mein zweites Paar der Bilberry-Socken in einer etwas helleren Farbe, so dass Ihr diesmal auch das Muster bewundern könnt. Es stammt aus dem letzten "The Knitter"- Magazin und ich habe nichts weiter tun müssen, als den Notizen für mein erstes Paar zu folgen. Sehr entspannend, auch das Muster strickt sich gut, wenn auch nicht auswendig.

 
Ich hatte ja geschrieben, dass ich zur Zeit die Regia-Sockenwolle am meisten mag. Deswegen fällt diese hier verwendete von Vendita aus dem A* etwas ab. Sie wirkt schlaff und fusselig. Na ja. Nun ist sie verstrickt und ich muss zufrieden sein so wie es ist.
 

Donnerstag, 27. März 2014

Frühlingsfarben

 
 
Ich bin inzwischen ein großer Fan der Regia-Sockengarne. Sie sind haltbar, hochwertig, soft und in unglaublich vielen schönen und modernen Farben erhältlich. Und so sind diese wunderbar farbenfrohen Knäuel kürzlich in meinen Einkaufskorb gewandert! Es handelt sich um die Regia Mosaik Color in der Farbe "Istanbul". Ich habe ein Paar aus eben dieser Wolle vor längerer Zeit verschenkt und war hingerissen von der Farbkombination. Verstrickt sieht die Wolle noch schöner aus als auf dem Knäuel! Diese vier sind nun für mich selber reserviert. Vielleicht für die Zehensocken aus dem Heft "Die Tomatensocke".

Frühlingshaft



Die neue Rebecca ist nun erhältlich und ich wundere mich etwas, dass das Heft von Mal zu Mal dünner wird. Früher enthielt es einmal 41 Modelle, diesmal sind es nur 33. Aber schön ist das Magazin nach wie vor. Ansehen und kaufen könnt Ihr es hier. Mir gefallen:


Dieser blaue Pullover wird mit tiefer gestochenen Maschen gearbeitet. So entsteht ein luftig-lockeres Maschenbild.


Und Rosa gehört derzeit zu meinen Lieblings-Frühlingsfarben. Deswegen mag ich diesen Pullover ganz besonders. Zöpfe und Baumwolle, eine schöne Kombination.
 

Sonntag, 16. März 2014

Manuela Burkhardt: Die Tomatensocke


 
Hier zeige ich Euch ein kleines Heftchen von Manuela Burkhardt: Die Tomatensocke. Dabei greift die Autorin eine Fersenform auf, die ursprünglich von Cat Bordhi entwickelt wurde. Die sogenannte Tomatenferse. Sie wird mittels verkürzter Reihen gearbeitet, jedoch nicht nur in zwei Segmenten, wie bei der Bumerangferse, sondern in mindestens drei Segmenten. Dies soll eine noch bessere Passform garantieren. (Das Video von Cat Bordhi findet Ihr hier. Danke Edith fürs aufmerksam machen!)


 

Manuela Burkhardt hat 14 tolle Modelle mit dieser Ferse entworfen, die sich übrigens sowohl toe-up als auch top-down stricken lässt. Schon allein dieser Muster wegen hat sich die Anschaffung gelohnt. Auch wenn ich der Ferse derzeit noch skeptisch gegenüber stehe. Sehr witzig finde ich übrigens diese geringelten Zehensocken!

Freitag, 7. März 2014

Drops Karisma



Dieser Tage hat mir die Post ein großes grünes Paket gebracht. Es ist von Lanade, war liebevoll verpackt und zuverlässig und zügig geliefert. Bestellt hatte ich zum ersten Mal die Karisma von Drops. Die Farbe Olivgrün weicht etwas von meinem üblichen Beuteschema ab, aber ich bin sehr glücklich mit dem Farbton, da er dezent und unauffällig ist. Aber eben auch farbiger als die Farben Braun und Grau, die ich instinktiv vorziehe.


In diesem Falle ging dem Wollkauf eine Projektidee voraus. Es soll "Breckon" von Amy Christoffers werden, gesehen bei Ghislaine und einfach überwältigt von ihrer Version der Jacke. Sie hat übrigens auch die Karisma verstrickt.

Donnerstag, 6. März 2014

Das Wollschaf fragt:

Welche Gefühle verbindest Du mit dem Stricken und Häkeln oder allgemein mit dem Verarbeiten von Wolle? Welche Bedeutung hat dieses Hobby für Dich? Was würdest Du fühlen, denken, machen, wenn Du aus irgendwelchen Gründen plötzlich überhaupt nicht mehr mit Wolle und Nadeln arbeiten könntest oder dürftest?
Vielen Dank an Lavendelmaschen für die heutige Frage!

Stricken bedeutet mir mehr als die meisten Dinge in meinem Leben. Es ist reinstes Glück. Stricken füllt die Zeit, es lässt mich zur Ruhe kommen, bringt mich wieder in Einklang mit mir und füllt mich aus. Allein Wolle zu besitzen, zu befühlen und anzuschauen erzeugt ein Gefühl von Wärme und Geborgenheit, das unvergleichlich ist.

Natürlich gibt es auch Momente des Scheiterns, der Verzweiflung, wenn etwas nicht gelingen will. Aber man kann dem ja vorbeugen, indem man sich kleine Ziele setzt, statt den ganz großen Wurf landen zu wollen.

Ich fühle mich all jenen Frauen tief verbunden, die dem gleichen Hobby folgen. Ich glaube, dass die Motivation bei den meisten ähnlich ist, dass alle die gleichen Erfahrungen machen und die gleichen Erlebnisse mit dem Stricken haben, etwas das Gemeinschaft erzeugt. Deswegen ist mir der Austausch übers Stricken genauso wichtig wie die Handarbeit selbst.

Wenn ich nicht mehr stricken könnte, was einer Katastrophe gleich käme, dann würde ich wohl mehr Zeit draußen verbringen, mehr lesen, Dinge, die vom Stricken derzeit etwas verdrängt werden. Ich hoffe aber, dass dieser Fall nie eintreten wird.

Mittwoch, 5. März 2014

Amy Herzog: Knit to Flatter

 

So, jetzt raufe ich mich zusammen und stelle Euch endlich ein neues Buch vor, das nun schon längere Zeit auf meinem Tisch liegt. Es ist "Knit to Flatter" von Amy Herzog. Dieses Buch beschäftigt mich seit Wochen, jeden Abend lese ich ein wenig darin. Da es eine Fülle neuer Informationen enthält, lasse ich mir Zeit damit, blättere vor und zurück und versuche alles gut abzuspeichern, um es auch anwenden zu können. Inzwischen habe ich das Buch richtig lieb gewonnen, allein wegen der lockeren und mutmachenden Art, mit der Amy Herzog schreibt. Sie hebt sofort die Laune und stärkt das Selbstwertgefühl, denn: Das Buch wendet sich an jene, die keine Model-Maße haben und danach suchen, wie sie sich dennoch vorteilhaft einstricken können. Auch ich zähle zu jenen und habe mir bisher nicht so viele Gedanken gemacht, was zu mir passt und was nicht. Das ist nach dem Buch anders.

Amy Herzog unterscheidet zunächst zwischen drei Figurtypen:
- Top-Heavy Shapes
- Bottom-Heavy Shapes
- Proportional Shapes
Sie orientiert sich dabei an der Breite der Schultern im Verhältnis zur Taille und Hüfte. Die Leserin wird angehalten, sich zu fotografieren, um ihren Typ herauszufinden und nach einer Tabelle genau Maß zu nehmen. Ich muss gestehen, dass ich auf diese simple Idee noch nicht selbst gekommen bin. Meist strickt man ja nur nach einer angegebenen Größe und wundert sich dann, warum es trotzdem nicht zu einem passt. Hier setzt Amy Herzog an. Für jeden Körpertyp gibt sie Hinweise, wie zum Beispiel breite Schultern oder Hüften so in Szene gesetzt werden können, dass Harmonie entsteht. Wie der Blick des Betrachters von den unvorteilhaften Körperpartien weggelenkt wird, welche Ausschnittformen, Ärmellängen und Schnitte zum jeweiligen Typ passen. Dazu gibt es auch konkrete Modelle mit ausführlicher Anleitung, die das berücksichtigen.

Spannend auch zum Schluss, was man mit Bust Darts und Short Rows bewirken kann, wenn man eine kurvige Figur hat und diese gnädig bedecken möchte! Das Buch möchte ich allen denen ans Herz legen, die oft unzufrieden mit ihrer Figur sind, die selten passende Kleidung finden und die verstehen möchten, wie man dieses Problem mit kleinen Kniffen lösen kann.