Mittwoch, 31. März 2010

Grau ...

... ist meine absolute Lieblingsfarbe, in allen Schattierungen. Deshalb mag ich diese Socken ganz besonders. Und wegen der Zöpfe, die ganz leicht zu stricken sind.

Ich habe 84 M angeschlagen, 22 Reihen doppeltes Rippenmuster gestrickt und dann je Nd. 3 M zugenommen, also nach jeder 7. M (= 96 M). Das Zopfmuster geht so: 2 M li, 6 M re, 2 M li, 6 M Zopf. Verzopft wird in jeder 12. R.

In der 113. Reihe habe ich dann die Maschen auf den Nadeln so aufgeteilt, dass zu Beginn der 4. Nd. 3 M re sind und am Ende der 1. Nd. auch 3 M re, so dass das Muster symmetrisch ist. Jetzt habe ich je Nd. 3 M abgenommen, jeweils bei den 2 li M, so dass wieder 84 M auf den Nadeln sind. Man kann auch mehr abnehmen, wenn der Fuß schmaler werden soll. Nun werden rundherum noch 6 Runden re M gestrickt, bevor mit der Bumerangferse begonnen werden kann.

Die Füße sind absichtlich so großzügig bemessen, weil die Strümpfe durchs ausgiebige Tragen richtig heftig zusammenfilzen. Auch auf ein Muster habe ich beim Fuß diesmal verzichtet, weil dieser Teil des Strumpfes in den Schuhen immer sehr in Mitleidenschaft gezogen wird und dann das Muster schäbig aussieht.

Garn: Strumpf- und Sportwolle von NKD (75% Schurwolle, 25% Polyamid), LL ca. 420m/100g
Verbrauch: 118 Gramm
Nadeln: Nadelspiel 2
Größe: 40
Muster: meins

Sonntag, 21. März 2010

Nichts Aufregendes

Ich würde ja gerne etwas Aufwändigeres zeigen als diese Strümpfe, aber noch ist nichts dergleichen fertig. Das einzige, was dieses Paar für mich erwähnenswert macht, sind die Abnahmen für die Waden, die ich nach einigem Probieren so hinbekommen habe, dass die Strümpfe perfekt am Bein anliegen.

Wie gewohnt habe ich wieder das krause Rippenmuster gestrickt und bin zufrieden mit dem Ergebnis. Immerhin kann ich jetzt solche wadenlangen Strümpfe jedes Mal nach dieser Vorlage stricken. Weil die Männerfüße etwas breiter sind, habe ich für den Fuß diesmal eine halbe Stärke größere Nadeln genommen, um die nötige Elastizität zu erreichen. Ich habe mal ein Foto gemacht, damit man sehen kann, wie die Abnahmen gearbeitet sind.

Die Strümpfe sind eigentlich zu Weihnachten versprochen worden und gehen an meinen Bruder.

Garn: Sockenwolle aus dem Discounter (75% Schurwolle, 25% Polyamid), LL ca. 210m/50g
Verbrauch: 134 Gramm
Nadeln: Nadelspiel 2 für den Schaft, 2,5 für die Füße
Größe: 44
Anleitung: 92 M anschl., Bündchen 2 M re, 2 M li, aber mit 1 M re beginnen und enden, damit ein Mittelstreifen aus 2 re M entsteht, 20 R Bündchen str., dann weiter mit krausen Rippen und sofort mit den Abnahmen beginnen: 4 x in jeder 7. R., 4 x in jeder 14. R. je 2 M abn. Es bleiben 76 M übrig. Insgesamt 140 R. stricken, dann Ferse arb. Der Schaft mit Fuß misst 38 cm, der Wadenumfang beträgt 33 cm.

Montag, 15. März 2010

Priscilla Gibson-Roberts: Knitting in the Old Way

Mir ist aufgefallen, dass ich schon lange kein Strickbuch mehr gekauft habe. Also habe ich mir meine endlos lange Wunschliste hergenommen und überlegt, welches Buch es denn nun sein soll. „Knitting in the Old Way“ fand ich sehr ansprechend, weil ich mich ja sehr für alte Strickkunst interessiere und gar nicht genug darüber lesen kann.

Als das Buch dann ankam und ich es zum ersten Mal durchgeblättert habe, war ich erst mal etwas enttäuscht. Keine Fotos, nur Handzeichnungen und endlos viel Text. Aber die Enttäuschung ist dann sehr schnell in Begeisterung umgeschlagen. Der Text hat es nämlich wirklich in sich! Ich besitze ja schon einige Bücher über alte Strickkunst, aber dieses hier schlägt alle um Längen! Priscilla Gibson-Roberts ist eine wirkliche Expertin und selbst die erfahrene Strickerin wird hier noch etwas lernen können!

Sie schreibt für diejenigen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, wie in früheren Zeiten zu stricken. Das heißt, ohne eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die der Kreativität die Luft nimmt. Es geht darum, zunächst einmal Erfahrungen mit verschiedenen Methoden des Strickens zu sammeln, sei es Fair-Isle, Norwegertechnik, Guernsey, Aran oder Islandpullover, sei es in Runden oder flach gestrickt.

Für Anfänger ist das Buch bestimmt nicht geeignet, aber für alle, die selbst entwerfen und sich für historische Techniken interessieren, ist es wirklich unschlagbar! Man muss des Englischen aber schon einigermaßen mächtig sein, um diesen umfangreichen Wissenschatz auch verdauen zu können.

Das ist das traurige Ergebnis...

... meiner Wollwickelaktion der Finkhofwolle. Diese Fuchssschafwolle und die Juraschafwolle hatte ich zusammen in einem Karton gelagert. Die Motten haben, wie man sieht, ganze Arbeit geleistet. Ich weiß nun nicht, ob ich aus diesen Miniknäueln noch einen Pullover zusammen bekomme. Wenigstens ist der andere Karton mit Merinoschafwolle vom Finkhof scheinbar verschont geblieben. Zur Sicherheit werde ich aber alles noch in die Tiefkühlbox stecken.

Samstag, 6. März 2010

Motten-Alarm!

Beim Frühjahrsputz habe ich zufällig auch einen Blick in einige meiner Wollkartons geworfen und fand etwas ganz ekliges: Motten! Einige Flügeltiere lagen tot in der Kiste, dann entdeckte ich ein paar Würmer und leere Kokons und überall waren kleine Pünktchen, entweder waren das die Eier oder die Ausscheidungen. Ich hatte noch nie ein Problem mit Motten und wusste gar nicht, dass sie ganz winzig sind und doch so verheerend! Ich habe alle Stränge kurzerhand in die Waschmaschine gesteckt, jede Menge Wollwaschmittel rein und alles gründlich durchgespült. Betroffen war komischerweise nur die Wolle vom Finkhof, bestimmt habe ich die Motten mit der Wolle eingeschleppt. Das kommt davon, wenn man Vorräte anlegt!

Als ich die Waschmaschine dann geöffnet habe, der zweite Schock: die Stränge waren zu völlig verwurstelten Knäueln geworden, durchs Schleudern. Jetzt hoffe ich, dass sie nicht so verfitzt sind, dass ich sie später noch aufwickeln kann! Aber wenigstens scheint die Wolle nun mottenfrei zu sein.

Freitag, 8. Januar 2010

Auf der Suche...

... nach der perfekten Socke bin ich noch immer. Zuerst wird Maß genommen und alles in eine Skizze eingetragen. Und zwar messe ich den Umfang um den Köchel und unterhalb des Wadenbeginns. Dann noch die Höhe bis die Wade beginnt. Es gibt schließlich dicke und dünne und lange und kurze Beine und danach richten sich der Anschlag und die Schafthöhe.

Diesmal habe ich mit sechsfädiger Wolle gestrickt - zum ersten Mal. Ich verwende zur Orientierung immer diese Tabellen von Coats. Weil ich aber eher dünne Nadeln nehme, reichen bei mir die dort angegebenen Maschen nicht aus. Bei diesen Socken habe ich für etwas dickere Beine 64 Maschen mit Nadel 2,75 angeschlagen. Der Strumpf sollte von vornherein etwas lockerer sitzen, weil die Wolle beim Tragen und Waschen immer noch zusammenschrumpft. Also habe ich auch in der Fußlänge einen guten Zentimeter zugegeben.

Die Wolle von Regia hinterließ beim Stricken einen guten Eindruck. Sie ist sehr weich und kuschelig, ich befürchte aber dass sie sehr filzen wird, wegen dieser Weichheit.

Leider kann man mit solch dicker Wolle kein richtiges Muster stricken, weil es zu sehr aufträgt. Deshalb habe ich ein Rippenmuster gewählt: 1 M re, 1 M li, dann eine R rechts darüber str. Wiederholen. Das ist nicht sehr einfallsreich, aber wirksam. Ich hatte es zuerst glatt rechts probiert, aber da ist der Schaft nicht so dehnbar wie mit Rippen.

Die Socken sind ein Geschenk. Ich selber bevorzuge ja das vierfädige Garn, es macht auch mehr Spaß, damit zu stricken. Diese dicke Wolle würde sich aber bestimmt gut für Mützen und Pullover eignen.


Garn: Regia 6-fädig, Farbe Borke meliert 02140 (75% Schurwolle, 25% Polyamid), LL 375m/150g
Verbrauch: 126 Gramm
Nadeln: Nadelspiel 2,75
Größe: 42

Dienstag, 15. Dezember 2009

Weihnachtssocken

Jetzt sind es doch nur wieder Socken geworden und ich bin ein bisschen unglücklich, dass ich mein eigentliches Vorhaben erst mal verschieben musste. Eigentlich wollte ich eine Mütze stricken – als Weihnachtsgeschenk für meinen Vater. Aber irgendwie wollte sich auf die Schnelle nicht die passende Wolle dafür finden. An Mützen habe ich mich erst zweimal versucht. Aber ich merke, es ist an der Zeit, es wieder zu tun.

Die Weihnachtssocken haben wieder das krause Rippenmuster, das ich für Herrenstrümpfe einfach toll finde. Nur die Wolle (Meilenweit von Lana Grossa) und ich werden wohl keine Freunde mehr werden. Sie fühlt sich hart an und scheint nicht so warm zu sein wie gedacht. Ich werde die paar Knäuel, die ich noch vorrätig habe, verstricken und dann wahrscheinlich keine mehr nachkaufen, obwohl die Verlockung groß ist, weil mir die Wolle optisch sehr gut gefällt. Es gibt nämlich schöne Färbungen und ich hatte beim Angreifen den Eindruck, dass sie schön dick und warm ist.

Garn: Lana Grossa Meilenweit braun Farbe 1305 (80% Schurwolle, 20% Polyamid), LL ca. 210m/50g
Verbrauch: 96 Gramm
Nadeln: Nadelspiel 2
Größe: 43 (habe den Fuß aber einen Zentimeter länger gestrickt)
Muster: krause Rippen
72 M anschlagen und 20 R Bündchen str (2M re, 2 M li im Wechsel) Dann weiter im Muster: Reihe 1: alle M re str. Reihe 2: 2 M re, 2 M li str.; R 1 und R 2 immer wiederholen.
7 R. bevor die Bumerangferse beginnt mit dem Muster an der Ferse enden und auf der 4. und 1. Nd. re weiter str.

Freitag, 27. November 2009

Zwischendurch...



... sind diese Fingerhandschuhe entstanden, mein zweites Paar. Gestrickt nach meiner Anleitung und ohne Muster. Es kommt mir allerdings immer noch wie ein kleines Wunder vor, dass man mit so simplen Mitteln wie einem Knäuel Wolle und fünf Nadeln ein so kompliziert wirkendes Gebilde wie Fingerhandschuhe stricken kann! Dabei ist es wirklich gar nicht schwer! Nur das Vernähen der unzähligen Fäden am Schluss stört etwas. Aber sie verschwinden ja innen und man sieht sie nicht mehr. Diese Handschuhe sind ein Weihnachtsgeschenk für meine Mutter. Die nächsten sind schon in Planung - ich will es dann vielleicht mal mit Zöpfen auf dem Handrücken versuchen.

Samstag, 21. November 2009

Nichts für Ungeduldige...

… sind diese Socken. Ich habe ganz schön lange daran gestrickt, denn die kleinen Zöpfchen, neun an der Zahl, müssen in jeder zweiten Reihe verdreht werden.

Während des Herumwerkelns mit der Zopfnadel (ohne geht bei mir gar nicht!) habe ich gemerkt, dass es mir richtig Freude bereitet, möglichst lange an ein und demselben Projekt zu arbeiten. Der Wert eines solchen Stückes steigt mit der Zahl der Stunden, die man investiert hat. Es ist etwas ganz besonderes!

Das Muster ist ein Eigenentwurf. Es erinnert mich ein wenig an bayerische Trachtenstrümpfe. Was ich daran mag ist, dass es eher filigran wirkt. Und ich denke schon über ein weiteres Paar nach, vielleicht in Schwarz oder Grau.

Bei der Bumerangferse habe ich diesmal zwei Zentimeter vor dem eigentlichen Fersenbeginn mit den Zöpfen aufgehört und glatt rechts weiter gestrickt. So gefällt es mir besser, weil sonst das Muster zu weit in die Ferse hinein reicht. Auf die Idee bin ich gekommen, als ich ein Paar ältere gekaufte Socken genauer betrachtet habe und sah, dass sie es da genauso gemacht haben.

Die Socken sind übrigens für mich selber.

Garn: Sockenwolle von Woolworth braun (75% Schurwolle, 25% Polyamid), LL 345m/100g
Verbrauch: 92 Gramm
Nadeln: Bambus-Nadelspiel 2,25
Größe: 40

Muster:
72 M anschl. (Maschenzahl teilbar durch 8)
1. Rd.: *1 M li, 4 M re, 1 M li, 2 M re; ab * stets wdh.
2. Rd.: *1 M li, 4 M re, 1 M li, 2 M re; ab * stets wdh.
3. Rd.: *1 M li, 2 M nach re verkreuzen (1 M auf die Zopfnadel nehmen und hinter die Arbeit legen, die 2. M re str., dann die M der Zopfnadel re str.), 2 M nach li verkreuzen ( 1 M auf Zopfnadel nehmen und vor die Arbeit legen, die 2. Masche re str., dann die Masche der Zopfnadel re str.), 1 M li, 2 M re; ab * stets wdh.
4. Rd.: *1 M li, 4 M re, 1 M li, 2 M re; ab * stets wdh.
5. Rd.: *1 M li, 2 M nach li verkreuzen, 2 M nach re verkreuzen, 1 M li, 2 M re; ab * stets wdh.
R. 2-5 wiederholen

Freitag, 6. November 2009

Warme Finger...

… sind jetzt garantiert, denn nach mehreren Versuchen und vielen Stunden Grübeln über diversen Anleitungen habe ich mein erstes Paar Fingerhandschuhe fertig bekommen. Es war nicht ganz einfach zu kapieren, dass der Daumen etwas nach innen versetzt werden muss und die genauen Maße für die Finger mussten auch erst mal erprobt werden. Ich bin sehr stolz, dass ich es am Ende doch noch hinbekommen habe. Nur mit der Wolle von Lana Grossa bin ich wieder mal nicht zufrieden, weil sie kratzt.


Garn: Lana Grossa Meilenweit Farbe 1105 (80% Schurwolle, 20% Polyamid), LL ca. 210m/50g
Verbrauch: 60 Gramm
Nadeln: Bambus-Nadelspiel 2,25

ANLEITUNG:


Anschlag 60 M, je 2 mal 14 und 16 M auf 4 Nadeln Stärke 2 verteilen, zur Runde schließen, 40 R. Bündchen stricken (3 M re, 1 M li).
Dann glatt re weiter str.

Linker Handschuh:(Der Handschuhrücken geht über 34 M, die Innenseite geht über 26 M)
Daumenkeil: Für den Daumenkeil gleich in der 1. Runde vor der 23. und nach der 24. M der Innenseite je 1 M re verschr. aus dem M-Querdraht herausstr. Dies noch 7 mal in jeder 4. folg. Rd. wdh (immer vor und nach den zugenommenen M), so dass der Daumenkeil jetzt 18 M breit ist. Noch 2 Rd. darüber str. und dann diese 18 M auf einen Hilfsfaden nehmen und stilllegen. Aus farblich abstechendem Garn eine Luftmaschenkette aus 10 Luftmaschen häkeln (später auch für die Stege die M aus Luftmaschen auf diese Weise auffassen). Aus dieser mit dem Originalgarn 10 M auffassen und die Runde um den Daumenkeil so schließen. Weiter in der 4., 6. und 8. Rd. die ersten 2 M des zehnmaschigen Keils mit SSK improved zus. str. (eine M wie zum Rechtsstricken abheben, die nächste M wie zum Linksstricken abheben. Beide Maschen auf die linke Nd zurück heben und re verschränkt zusammenstricken), die letzten beiden M des Daumenkeils re zus. str., so dass die Rd. nach dem letzten Abnehmen 62 M zählt. Bis zum Ansatz des kleinen Fingers sind ab Bündchen insgesamt 46 Rd. zu str.
Kleiner Finger: In der 47. Rd. ab Bündchen 25 M re str., dann die restlichen 9 M von der Oberseite und 4 M von der Innenseite (= 13 M) auf einem Hilfsfaden stilllegen. Für den Steg zwischen dem kleinen Finger und dem Ringfinger 3 M aus einer Luftmaschenkette auffassen, die Runde wieder schließen und noch 4 Runden stricken.
Ringfinger: 8 M von der Oberseite, die 3 M des Steges vom kleinen Finger und 7 M der Innenseite auf einem Hilfsfaden stilllegen (=18 M), wieder 3 M aus einer Luftmaschenkette aufnehmen und die Runde schließen.
Mittelfinger: 8 M von der Oberseite, 3 M des Steges und 7 M von der Innenseite auf einen Hilfsfaden nehmen (= 18 M)
Zeigefinger: Zu den restlichen 19 M 3 M für den Steg zwischen Zeigefinger und Mittelfinger aus Luftmaschen auffassen. Die M auf 3 Nadeln verteilen, in Rd. str. In der 3. Rd. über dem Steg die letzten beiden M des Steges re zus. str. (= 21 M). Nach 31 Rd. ab Steg für die Spitze wie folgt abnehmen: 10 x 2 M re zusstr., 1 M re. In der nächsten Runde 1 M re, 5 x 2 M re zusstr. Die restlichen M mit dem Faden zusammenziehen.
Mittelfinger: Aus dem Steg des Zeigefingers die 3 M auffassen, dabei die Querfäden vor und nach den 3 Stegmaschen aufnehmen, einmal verdrehen und mit der folgenden M re zusstr., damit keine Löcher entstehen. Dann die 18 stillgelegten M aufnehmen und alle 21 M auf drei Nd verteilen. 35 Rd. str., dann die Spitze arb.
Ringfinger: Dasselbe wie beim Mittelfinger. 33 Rd. str., dann die Spitze arb.
Kleiner Finger: Zu den 13 stillgelegten M vor und nach den 3 M des Steges je 1 M auffassen und die Rd. schließen, dabei den Querfaden jeweils einmal verdrehen, so dass kein Loch entsteht (=18 M). 25 Rd. str., dann die Spitze arb.: 9 x 2 M re zusstr., in der nächsten Runde 4 x 2 M re zusstr., 1 M re
Daumen: die 18 M vom Hilfsfaden auf zwei Nd. verteilen, die 10 M aus dem Keil ebenfalls auffassen und die Luftmaschenkette dabei auftrennen. Beim Schließen der Runde den Querfaden vor und nach dem Keil aufnehmen, verdrehen und mit der folgenden M re zusstr., damit keine Löcher entstehen. In der 2., 6. und 10. Rd. die beiden ersten M des Keils mit SSK improved zusstr., die beiden letzten M des Keils re zusstr. (=24 M) 31 Rd. str., dann die Spitze arb. Dazu 12 x 2 M re zusstr., in der nächsten Rd. 6 x 2 M re zusstr.
Rechter Handschuh:Für den Daumenkeil in der 1. Rd. ab Bündchen nach der 2. und vor der 5. M der Innenseite je 1 M aus dem M-Querdraht herausstr. und fortfahren wie beim linken Handschuh
Kleiner Finger: Nach der 46. Rd. ab Bündchen 58 M re str., dann 4 M der Innenseite und 9 M der Oberseite stilllegen, 3 M für den Steg aus einer Luftmaschenkette auffassen, fortfahren wie beim linken Handschuh
Ringfinger: 7 M von der Innenseite, 3 M des Steges und 8 M von der Oberseite stilllegen, 3 M aus einer Luftmaschenkette auffassen, weiter wie beim linken Handschuh
Mittelfinger: 7 M von der Innenseite, 3 M des Steges und 8 M von der Oberseite stilllegen, weiter wie beim linken Handschuh
Zeigefinger: Zu den restlichen 19 M 3 M für den Steg auffassen und weiter wie beim linken Handschuh
Die Finger und den Daumen wie beim linken Handschuh beschrieben zu Ende str.

Fertigstellung: Alle Luftmaschenketten auftrennen, die Fäden vernähen und evtl. Löcher zwischen den Fingern damit zusammenziehen.

Freitag, 30. Oktober 2009

Verena Spezial: In 80 Socken um die Welt

Ich stand vor diesem Sonderheft, habe es in aller Eile durchgeblättert (könnte ja sein, dass man es auch kaufen muss, wenn man zu lange blättert) und hab es dann doch wieder ins Regal zurückgeschoben. Aber es hat mich nicht mehr losgelassen. Die liebevolle, aufwändige Gestaltung, die schönen Bilder und die übersichtlichen Grafiken... Also bin ich noch mal los und habe das Heft gekauft und sofort darin geschmökert. Die Texte sind wirklich durchgängig stimmig und unterhaltsam und mit Anekdoten vollgepackt (ob die Schreiber wirklich an all den Orten waren, die sie da schildern?) Nur von den Mustern bin ich nach wie vor nicht sehr begeistert. Ganz einfach, weil ich das Gefühl habe, dass sie dem Anspruch des Heftes nicht gerecht werden. Es soll ja eine Weltreise sein und das Landestypische, die jeweilige Stricktradition soll in Socken umgesetzt werden. Das Typische kann ich bei den meisten Beispielen aber nicht finden. Mir kommt es so vor, als hätten die Designerinnen nicht allzu viel Mühe und Zeit investiert, ganz im Gegenteil zu den Grafikern und Textern. Zwischen beiden ist ein deutlicher Bruch. Ich frage mich, woran das wohl liegt. Zu wenig Können oder Unwissen?
Danke übrigens an Jinx für ihren
erhellenden Artikel über dieses Heft.

Dienstag, 27. Oktober 2009

Die verstrickte Dienstagsfrage 44/2009

Das Wollschaf fragt heute: Wer zu stricken beginnt, kauft Wolle, und das natürlich gemäß seinen Vorlieben bzw. den Projekten. Ich habe festgestellt, dass die Wolle, die ich zu Anfang meiner noch relativ kurzen Strickkarriere kaufte, eine andere ist, als die, die ich heute bevorzuge, dasselbe gilt für die Projekte. Wie ist das bei Euch?

Früher, ganz am Anfang, da habe ich auch schon mal Polyester in Babyrosa oder leuchtendem Türkis verstrickt. Die Pullover habe ich geliebt! Aber das ist zum Glück lange her. Es folgte eine Phase, in der ich es am liebsten ganz natürlich mochte. Also möglichst naturbelassene Schafwolle, am liebsten ungefärbt. Dabei ist es im Großen und Ganzen geblieben. Ich mag nicht so gerne Wolle, die so behandelt wurde, dass man ihren Ursprung nur noch erahnen kann. Oder solche, die mit chemischen Farben grellbunt gefärbt wurde. Ich möchte bei der Wolle die ursprüngliche Farbe und Beschaffenheit des Vlieses noch erahnen können. Wolle kann ruhig etwas kratzig sein.

Das Sockenstricken hat bei mir ja eine relativ kurze Historie. Aber hier gehe ich Kompromisse ein - die Socken verschwinden ja eh in den Schuhen: an den Füßen darf es nicht kratzen und die Wolle sollte vor allem strapazierfähig und maschinenwaschbar sein, aber auch hier in möglichst dezenten Farben.

Dienstag, 20. Oktober 2009

Die verstrickte Dienstagsfrage 43/2009

Inzwischen gibt es ja Stricknadeln aus allen möglichen Materialien: aus Kunststoff, Bambus, Edelhölzern oder Metall. Wie müssen die Nadeln beschaffen sein, die Ihr bevorzugt und welche Erfahrungen habt Ihr mit den verschiedenen Materialien gemacht?

Bei den Rundstricknadeln verwende ich seit Jahren schon die Alunadeln von Inox. Mit denen bin ich auch sehr zufrieden, die Seile halten und die Nadeln brechen nicht. Einziger Nachteil: es gibt sie nicht in den Zwischengrößen (2,25 usw.). Die unbeschichteten Metallnadeln, wie es sie von Addi gibt, die mochte ich noch nie. Den Grund dafür kann ich allerdings nicht nennen, vielleicht weil sie sich so kalt anfühlen in der Hand.

Fürs Strümpfe stricken wechsle ich zwischen Bambus-Nadeln und den beschichteten Alunadeln. Im Sommer ist es beispielsweise schwierig, mit Bambusnadeln zu stricken, wenn die Hände etwas schwitzig sind. Dann rutschen die Maschen gar nicht. Im Winter dagegen ist Bambus sehr angenehm, weil es wärmer ist als Alu. Nur habe ich immer mal wieder das Problem mit brechenden Nadeln. Bei den Alu-Nadelspielen gibt es leider wieder die Zwischengrößen nicht.

Bisher konnte ich mich noch nicht dazu durchringen, Holznadeln zu kaufen, weil es mit meinen erprobten Nadeln so gut klappt. Nadeln aus Plastik habe ich auch noch nie verwendet.

Sonntag, 18. Oktober 2009

Socken, Schals & Co

Dieses Buch hat mich ziemlich enttäuscht, weil die vorgestellten Modelle – hauptsächlich Socken – einfach nur langweilig sind. Abgesehen von zwei Paar bayerischen Trachtensocken ist gar nichts drin, was mich anspringen würde. Der erste Teil geht ja noch – unifarbene Strümpfe mit Loch- und Zopfmustern, wenngleich recht simplen, die man auch ohne Anleitung hätte selbst entwerfen können. Aber dann wird es auch noch farbig und zwar ziemlich grell - das ist gar nicht mein Geschmack. Bestimmt werde ich das Buch irgendwann wieder abgeben…

Ich finde, es gibt bei uns übermäßig viele Sockenbücher mit zu wenig Anspruch. Das nächste Sockenbuch und auch das übernächste wird auf jeden Fall ein englischsprachiges sein!

Eva Tiesler - Bunte Maschen

Das Buch war mit ein paar Cent ein echtes Schnäppchen, gebraucht gekauft bei Amazon, und was mich besonders gefreut hat, in einem neuwertigen Zustand, wahrscheinlich nie benutzt. Es stammt noch aus der alten DDR und wurde im Verlag für die Frau in Leipzig verlegt. Warum es den Titel „Bunte Maschen“ trägt, erschließt sich mir allerdings nicht. Denn es ist hauptsächlich eine Mustersammlung (mit Rechts-Links-Mustern, Zopfmustern, Noppen- und Schlingenmustern, Patent, vielen Lochmustern und - kaum erwähnenswert - wenigen mehrfarbigen Mustern. Wenn man schon einige Musterbücher hat, ist der Inhalt nicht überraschend, alles hat man irgendwo schon mal so oder so ähnlich gesehen. Es folgen noch ein paar Hinweise zu Ausschnittgestaltungen, Kragen und Blenden, sowie Taschen, gestrickten Falten und Ärmelbündchen und ein paar Vorschläge zu Raglannähten. Sowohl die Mustersammlung als auch der technische Teil erscheinen mir irgendwie beliebig zusammengewürfelt, es ist weder so gestaltet, dass es als ein Grundlagenbuch durchgehen kann, dazu fehlen zu viele Themenbereiche, noch ist es weiterführender Ratgeber, dazu gibt es zu wenig wirklich Inspirierendes. Allerdings ist das Buch sehr schön übersichtlich gestaltet, was mir wiederum gut gefällt.