Nach welchen Kriterien wählt Ihr Eure Projekte aus? Nach dem Garn in Euren Vorräten? Nach den Lücken im Kleiderschrank (wenn z.B. ein warmer Pullover für den Winter fehlt)? Nach der Popularität (z.B. bevorzugt Knitalongs)? Weil die Stricktechnik oder der Schnitt spannend aussieht? Um eine neue Technik zu lernen? Weil es ein Modell von Eurem bevorzugten Designer ist?
Herzlichen Dank an Kerstin und an das Wollschaf für die heutige Frage!
Diese Frage finde ich sehr spannend, aber gar nicht so leicht zu beantworten.
Also eines kann ich mit Gewissheit sagen: nach der Popularität eines Strickstückes gehe ich überhaupt nie. Das wäre für mich eher ein Grund, etwas nicht auch noch zu stricken, wenn es schon hundert andere vor mir getan haben.
Die Ideenfindung ist bei mir meistens ein langer Prozess, oft auch mit Rückschlägen. Ich blättere gerne in Strickbüchern und Zeitschriften oder stöbere im Internet und suche nach schönen Modellen. Da ich selten nach fertigen Anleitungen stricke, sondern hier und da was klaue und umwandle, muss ich vorher viel bedenken und herumrechnen, bis ein Entwurf fertig ist. Dazu kommt, dass für das Projekt ja auch noch die passende Wolle gefunden werden muss. Da wird viel angestrickt und wieder verworfen.
Die Lücken in meinem Kleiderschrank lassen mir glücklicherweise noch viel Spielraum, ich habe bisher noch gar nicht viel Selbstgestricktes vorrätig, das ich auch trage. Deswegen ist ein wichtiges Kriterium, dass das Modell zur übrigen Garderobe passt, sie ergänzt, in Farbe und Schnitt. Danach suche ich mir auch meine Wolle aus. Diese liegt dann meist noch ein Weilchen herum, bis sich eine Idee entwickelt hat, was daraus werden könnte.
Dienstag, 16. Juni 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen